Kiels Patrick Wiencek (r.) kann Berlins Gidsel nicht stoppen. © picture alliance / contrastphoto | O.Behrendt

THW Kiel verliert Topspiel bei den Füchsen Berlin deutlich

Stand: 09.10.2022 15:43 Uhr

Der THW Kiel hat am Sonntag die erste Saison-Niederlage in der Handball-Bundesliga kassiert. Im Topspiel bei den weiterhin ungeschlagenen Füchsen Berlin unterlag der deutsche Rekordmeister klar mit 26:34 (10:16).

von Bettina Lenner

Die Schleswig-Holsteiner fielen damit in der Tabelle auf den dritten Platz zurück, Berlin schob sich an den "Zebras" vorbei auf den zweiten Rang. Im Duell zweier Meisterschaftsanwärter gelang den Hausherren von Beginn an fast alles, den Kielern dagegen nichts. Gut vier Minuten benötigte der THW, ehe Patrick Wiencek den ersten Treffer für die Gäste verbuchte - 1:1.

THW handelt sich Zeitstrafen ein

THW-Trainer Filip Jicha setzte früh auf den siebten Feldspieler, hatte damit aber keinen Erfolg. Im Angriff blieb seine Formation harmlos.

Während sich Berlin in einen regelrechten Rausch spielte und zudem in Keeper Dejan Milosavljev einen bärenstarken Rückhalt hatte, agierten die Kieler fahrig und schwächten sich durch zu viele Zeitstrafen selbst. Sechs waren es allein in der ersten Hälfte, zwei davon kassierte Abwehrchef Wiencek. Der langzeitverletzte Hendrik Pekeler (Achillessehne) fehlte als Alternative schmerzlich. 2:7 hieß es aus Sicht der Gäste vor ausverkaufter Berliner Kulisse nach 13 Minuten, 9:16 eine Viertelstunde später.

Berlin macht einfach immer weiter

Den THW darf man nie abschreiben. Das wussten auch die Füchse nur zu gut und machten deshalb nach der Pause einfach so weiter, wie sie kurz zuvor aufgehört hatten: Sie drückten aufs Tempo und bauten den Vorsprung auf acht Tore aus (22:14/41.). Nur kurz schien es zu Beginn der letzten Viertelstunde, als würden sich beim Team der Hauptstädter Fehler einschleichen. Doch dann waren da noch der überragende Rückraumspieler Mathias Gidsel sowie Milosavljev, der weiter brillierte - und seine Mannschaft mitriss.

Am Ende wurde es eine deutliche Niederlage für die Kieler, und sie war gegen zumindest an diesem Tag überlegene Berliner verdient. "Berlin hat mehr Einsatz gezeigt, wollte gefühlt mehr. Wir sind nie so richtig rangekommen", bilanzierte Wiencek. "Das schmerzt enorm, weil wir gegen einen direkten Konkurrenten gespielt haben."

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Sportclub | 09.10.2022 | 22:40 Uhr

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