Marius Steinhauser von der SG Flensburg-Handewitt beim Torwurf im Heimspiel gegen Wetzlar. © imago Foto: M. Koberg

SG Flensburg-Handewitt legt im Titelrennen vor

Stand: 08.05.2021 22:03 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt ist durch ein 32:24 (13:13) gegen die HSG Wetzlar zumindest vorübergehend wieder Spitzenreiter der Handball-Bundesliga. Die HSG Nordhorn-Lingen hat nach dem 28:26 (13:13) gegen Schlusslicht HSC Coburg 2000 nur noch vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang.

von Christian Görtzen

Um die Flensburger Spitzenposition (49:5 Punkte) nach Teil eins des 29. Spieltages könnte es am Sonntag gegen 15 Uhr schon wieder geschehen sein. Sollte der THW Kiel (47:5) beim Tabellensechsten Füchse Berlin gewinnen, würden die "Zebras" dank der besseren Tordifferenz wieder ganz oben stehen.

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Das Heimspiel der SG gegen Wetzlar hatte bis dreieinhalb Stunden vor dem Anwurf auf der Kippe gestanden, da am Freitag ein Spieler und eine Person aus dem näheren Umfeld der Schleswig-Holsteiner bei der routinemäßigen PCR-Testung positiv auf Covid-19 getestet worden waren. Nach einem weiteren PCR-Test und zwei Antigen-Schnelltests am Sonnabend zeigte sich aber, dass die ersten Tests am Freitag falsch positiv gewesen waren. Bei beiden betroffenen Personen ergaben die weiteren Testungen ein negatives Ergebnis. Das Gesundheitsamt Flensburg sah daher keine Notwendigkeit, das Spiel abzusagen.

Flensburg kann sich vor der Pause nicht absetzen

Drei Tage nach dem 28:28 in Göppingen ging es für die Flensburger darum, sich nicht noch einen Ausrutscher zu erlauben. Durch das Remis bei Frisch Auf hatte die SG Flensburg-Handewitt ihren Vorsprung von einem Punkt auf Titelverteidiger Kiel eingebüßt. Doch das Team von SG-Trainer Maik Machulla tat sich schwer gegen Wetzlar, nach 20 Minuten hieß es lediglich 9:9. Als die Schweden Jim Gottfridsson und Hampus Wanne mit ihren Toren für das 11:9 (22.) sorgten, schienen die Gastgeber schon auf einem guten Weg zu sein, sich von den Hessen absetzen zu können. Doch das ließen diese nicht zu. Wetzlar kämpfte sich wieder heran. Zur Pause hieß es 13:13.

SG Flensburg-Handewitt - HSG Wetzlar 32:24 (13:13)

Tore Flensburg: Steinhauser 8, Wanne 8/4, Gottfridsson 6, Larsen 3, Golla 2, Johannessen 2, Holpert 1, Petersson 1, Röd 1
Tore Wetzlar: Rubin 8, Gempp 3, Fredriksen 2, Holst 2/2, Lindskog 2, Srsen 2, Weissgerber 2, Björnsen 1, O. Klimpke 1, Mellegard 1
Strafminuten: 4/2

Steinhauser entscheidet die Partie

Nach etwas holprigem Wiederbeginn fing sich das Machulla-Team, arbeitete sich besser in das Spiel hinein und ging mit 22:19 (42.) in Führung. Der agile Rechtsaußen Marius Steinhauser sorgte mit dem 25:21 (47.) für die erste Vier-Tore-Führung. Zudem war Torhüter Torbjörn Bergerud ein guter Rückhalt. Zum entscheidenden Faktor in der Schlussphase wurde aber Steinhauser. Er traf nach Belieben, erzielte sechs Tore hintereinander. Mit seinem Treffer zum 29:23 (54.) war die Partie vorzeitig entschieden. Danach geriet der Gewinn der beiden Punkte nicht mehr in Gefahr. Treffsicherste Flensburger waren Steinhauser und Wanne mit jeweils acht Toren.

Nordhorn-Lingen ringt Coburg nieder

Für die HSG Nordhorn-Lingen beträgt nach dem 28:26 gegen Coburg der Rückstand auf einen Nichtabstiegsrang nur noch vier Punkte. Im Kampf um den Klassenerhalt sind für die HSG mit ihren jetzt 15:43 Punkten noch zwei Vereine in Reichweite - der TSV GWD Minden (19:35) und die HBW Balingen-Weilstetten (19:37). Am Sonntag kommt es in Balingen zum direkten Duell der Nordhorner Konkurrenten.

HSG Nordhorn-Lingen - HSC Coburg 2000 28:26 (13:13)

Tore Nordhorn: Stegefelt 7/2, Miedema 5, Vorlicek 4, Pöhle 3, De Boer 2, Kalafut 2, Mickal 1, Possehl 1, Visser 1, R. Weber 1, Zare 1
Tore Coburg: Grozdanic 6/4, Billek 4/2, Schröder 4, Kurch 3, Varvne 3, Zeman 3, Norouzi Nezhad 2, D. Nenadic 1
Strafminuten: 10/8

Im Heimspiel gegen Coburg legte die HSG nach zehn Minuten der zweiten Hälfte den Grundstein zum Sieg - mit einem 3:0-Lauf. Durch zwei Tore von Markus Stegefelt und einem weiteren Treffer von Julian Possehl machten die Gastgeber aus einem 17:17 ein 20:17 (43.). Zwar kam Coburg in der Schlussphase noch einmal auf 24:25 (56.) heran. Doch das Team aus der Grafschaft Bentheim, dessen erfolgreichster Spieler Stegefelt mit sieben Toren war, behielt die Nerven und sicherte sich die beiden Punkte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.05.2021 | 23:03 Uhr

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