Stand: 21.04.2019 16:38 Uhr

"Recken" nach Heimpleite vor EHF-Cup-Aus

Kai Häfner (l.) und Timo Kastening (r.) zogen mit den "Recken" gegen Berlin den Kürzeren.

Für die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf ist der Traum von der Teilnahme am Final Four um den EHF-Cup am 17. und 18. Mai in Kiel beinahe schon geplatzt. Die Niedersachsen verloren am Sonntagnachmittag das Viertelfinal-Hinspiel gegen den Bundesliga-Rivalen Füchse Berlin mit 26:34 (14:15) und müssen und im zweiten Vergleich am kommenden Sonntag (15 Uhr) an der Spree schon eine außergewöhnliche Leistung abrufen, um doch noch weiterzukommen.

TSV mit schwachem Beginn

Die TSV hatte zu Beginn große Probleme im Positionsangriff. Dank Hannovers überwiegend schwacher Abschlüsse bot sich Füchse-Keeper Silvio Heinevetter die Möglichkeit, ein wenig von dem ganzen Theater der vergangenen Wochen um seinen bevorstehenden Wechsel zur MT Melsungen abzulenken. Er brachte die "Recken" zunächst zur Verzweiflung und hatte durch seine Paraden großen Anteil daran, dass die Berliner rasch mit 5:1 führten (5.). Dass Timo Kastening bei eben diesem Stand einen Siebenmeter gefühlt zwei Meter über die Latte warf - es passte zum Bild, das die Hausherren bis dahin abgaben. Sie fanden bis Mitte des ersten Abschnitts einfach keine Lösungen und lagen nach 16 Minuten gar mit fünf Treffern in Rückstand (5:10). Das Resultat schmeichelte den Niedersachsen sogar noch. Ohne die Glanztaten ihres Keepers Martin Ziemer, der Heinevetter im Laufe des ersten Durchgangs in den Schatten stellte, wäre die Situation für die Gastgeber vielleicht schon aussichtslos gewesen.

Hannover darf zur Pause hoffen

So aber bekamen sie mit freundlicher Füchse-Unterstützung - die Berliner schwächten sich durch Zeitstrafen - die Gelegenheit zum Comeback. Tor um Tor holte das Team von Trainer Carlos Ortega auf. Olympiasieger und Weltmeister Morten Olsen schaffte per Siebenmeter den Ausgleich zum 11:11 (24.), sodass es nun praktisch wieder bei Null begann. Eine zweite eigene Führung nach dem 1:0 durch Evgeni Pevnov blieb der TSV allerdings verwehrt. Doch trotz des 14:15-Pausenrückstands konnten die "Recken" in Anbetracht ihrer tollen Aufholjagd den zweiten Durchgang hoffnungsvoll angehen.

"Recken" nach der Pause ohne Wucht

TSV Hannover-Burgdorf - Füchse Berlin 26:34 (14:15)

Tore TSV Hannover-Burgdorf: Olsen (11/1), Kastening (7/2), Häfner (5), Ziemer (1), Pevnov (1), Böhm (1)
Füchse Berlin: Lindberg (7/2), Holm (5), Elisson (5), Drux (5), Zachrisson (4), Marsenic (3), Wiede (3), Gojun (1), Heinevetter (1)
Zuschauer: 3.937

Taten sie vermutlich auch. Einzig, die Arme wollten oder konnten nicht so, wie es sich die Köpfe vorstellten. Berlin kam konzentrierter aus der Kabine und zog rasch auf 19:14 davon (33.). Nun waren erneut Comeback-Qualitäten gefragt. Vorerst konnte sie die Ortega-Sieben jedoch nicht abrufen. Im Angriff mangelte es ihr an Ideen und Tempo, in der Deckung bekamen die Hausherren nicht genügend Zugriff. Doch die Flinte so einfach ins Korn werfen? Für die TSV undenkbar! "Ostern ist Auferstehung", sagte der Hallensprecher, nachdem Kastening auf 20:25 verkürzt hatte (49.). Aber den Hausherren fehlte es nach der schweren Bundesliga-Partie am vergangenen Donnerstag gegen die Rhein-Neckar Löwen (28:30) an mentaler und physischer Frische, um noch einmal ins Spiel zurückzukommen. So wird ihre Europa-Reise wohl am kommenden Sonntag in Berlin enden.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 21.04.2019 | 19:30 Uhr

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