Handball Sport Verein Hamburg: Heimsieg gegen Konstanz

Stand: 11.10.2020 20:06 Uhr

Es war eines der größten Indoor-Events in Hamburg seit Beginn der Corona-Krise im März. Vor 650 Zuschauern hat der Handball Sport Verein Hamburg am Sonntag einen Heimsieg gefeiert.

In seinem ersten Spiel der neuen Saison in der zweiten Handball-Bundesliga setzte sich das Team mit 32:23 gegen Konstanz durch. Doch bis zu diesem Erfolg war es ein steiniger Weg, erzählt HSV Hamburg-Geschäftsführer Sebastian Frecke in der Sendung "Sportplatz Hamburg" bei NDR 90,3. Vor knapp drei Wochen wurden fünf Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Auf dem Höhepunkt der Vorbereitung musste das komplette Team für 14 Tage in Quarantäne. Der Saisonauftakt bei TuS-N Lübbecke wurde verschoben. Gemeinsames Mannschaftstraining war erst am vergangenen Mittwoch, also vier Tage vor dem Spiel gegen Konstanz möglich.

650 Zuschauer: Für den Verein ein "Privileg"

Dass die Partie am Sonntag vor Publikum stattfinden konnte, sei ein Privileg, erzählt Frecke, denn "das ist nicht in allen Bundesländern der Fall". Statt der sonst üblichen 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer durften nur 650 Fans eingelassen werden. Voraussetzung war ein Hygienekonzept, das vom HSV Hamburg gemeinsam mit der Sporthalle Hamburg entwickelt wurde. Der Stimmung tat das keinen Abbruch: "Die Fans, die da sind, stehen auch in schwierigen Phasen hinter uns und pushen uns nach vorne", sagte Kapitän Niklas Weller.

Lüftungskonzept für kalte Jahreszeit in Vorbereitung

HSV Hamburg-Geschäftsführer Sebastian Frecke (links) und Kapitän Niklas Weller (rechts) zu Gast bei NDR 90,3. © NDR.de Foto: Thomas Wedel
Ein erfolgreiches Spiel vor Fans: HSV Hamburg-Geschäftsführer Sebastian Frecke (links) und Kapitän Niklas Weller (rechts) waren im "Sportplatz Hamburg" bei NDR 90,3 zufrieden.

Für die anstehende kalte Jahreszeit steht der Verein nun vor der Herausforderung, die Halle ausreichend zu belüften. Derzeit wird über die Lüftungsanlage Außenluft zugeführt. Das ist bei Temperaturen unter 6 Grad nicht mehr möglich. Geschäftsführer Frecke ist aber optimistisch: Gemeinsam mit der Sporthalle Hamburg würden Lösungswege vorbereitet. Der Verein hofft, dass auch das nächste Heimspiel vor Zuschauern stattfinden darf. Das hängt jedoch von der Entwicklung der Corona-Zahlen in Hamburg ab. Da die Hansestadt derzeit mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert, wird es wohl vorerst bei 650 Fans in der Halle bleiben.

Heimspiele für Verein derzeit nicht rentabel

Die wirtschaftliche Situation ist durch die Corona-Krise auch für den HSV Hamburg schwieriger geworden. "Man muss ganz klar sagen, ein Heimspiel bezahlt sich nicht mit 650 Zuschauern", erzählt Geschäftsführer Freck. Man gehe diesen Weg aber in der Hoffnung, irgendwann wieder mehr Fans in die Halle lassen zu dürfen. Das nächste Spiel für die Hamburger Handballer steht am kommenden Freitag in Aue an. Zu Hause in der Sporthalle in Alsterdorf spielt die Mannschaft am 21. Oktober gegen Bayer Dormagen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Sportplatz | 11.10.2020 | 18:15 Uhr

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