Stand: 16.02.2020 17:30 Uhr

THW Kiel zaubert beim Sieg gegen TVB Stuttgart

von Florian Neuhauss, NDR.de

Der THW Kiel hat mit einer beeindruckenden Leistung die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga gefestigt. Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha feierte am Sonntag gegen den abstiegsgefährdeten TVB Stuttgart einen eindrucksvollen 35:23 (19:11)-Erfolg, der sogar noch hätte deutlich höher ausfallen können. Die Stuttgarter um Nationaltorhüter Johannes Bitter und Ex-"Zebra" Christian Zeitz, der von den Fans trotz des unrühmlichen Abgangs freundlich begrüßt wurde, hatten nicht den Hauch einer Chance. Bei nun gleich vielen Spielen haben die Kieler in der Tabelle zwei Punkte Vorsprung auf Meister SG Flensburg-Handewitt.

THW spielt sich in einen Rausch

Die Stuttgarter hatten in dem ungleichen Duell eineinhalb große Minuten: Erst traf Zeitz zum 2:2 (2.), dann parierte Bitter, und vorne verwandelte Patrick Zieker einen Siebenmeter zur Führung (4.). Doch dieser Moment war schnell wieder dahin.

Für die Höhepunkte sorgten die Kieler. Zum Beispiel Keeper Dario Quenstedt, der in der neunten Minute mit einer Doppelparade die 6:5-Führung der "Zebras" festhielt - und auch zwei Minuten später noch einmal spektakulär parierte. Oder Rune Dahmke, der nach einer Rettungstat von Bitter im Flug sehenswert mit einem Wurf hinter dem Rücken zum 8:5 traf (12.). Oder Ole Rahmel, der den Ball aus einem unmöglichen Winkel mit ganz viel Spin von Rechtsaußen mit links in den langen Winkel schleuderte (13:8/21.) und von seinen Mitspielern zu Recht gefeiert wurde. Oder Harald Reinkind, der mit seinen sieben Toren im ersten Abschnitt der beste Spieler auf dem Feld war.

"Zebras" sind am Ende gnädig

Die 19:11-Pausenführung wuchs nach dem Seitenwechsel schnell weiter an.

THW Kiel - TVB Stuttgart 35:23 (19:11)

Tore für Kiel: Ekberg (7/5), Reinkind (7), Rahmel (4), Nilsson (4), Dahmke (3), Pekeler (2), Weinhold (2), Wiencek (2), Jacobsen (1), Duvnjak (1), Zarabec (1)
Tore für Stuttgart: Zieker (6/3), Zeitz (4), Pfattheicher (4/2), Weiß (2), Häfner (2), Markotic (1), Röthlisberger (1), Peshevski (1), Faluvegi (1), Lonn (1)
Zuschauer: 10.285

Den 21. Treffer der Kieler erzielte Quenstedt ins leere Stuttgarter Tor (32.) - und zeigte wenig später die zehnte Parade (am Ende waren es starke 15). Nach Steffen Weinholds erstem Treffer (36.) führte der THW zum ersten Mal mit zwölf Toren. Doch auch das war nur ein Zwischenschritt, denn Jichas Team bekam an diesem Tag weiter nicht genug. Schon in der 46. Minute übersprangen die Schleswig-Holsteiner die 30-Tore-Marke (Lukas Nilsson/31:15). Danach riss dann aber doch noch der Faden. Bis zur Schlusssirene machten die "Zebras" in 14 Minuten gerade einmal vier Tore. So blieb Stuttgart die Schmach von 40 Gegentoren erspart, und auch Kiels Bundesligasaison-Bestmarke von 38 Treffern aus dem Spiel gegen Melsungen blieb bestehen.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.02.2020 | 22:50 Uhr