Jim Gottfridsson von der SG Flensburg-Handewitt © imago images/Holsteinoffice Foto: Jörg Lühn

Souveräner Sieg gegen Leipzig: Flensburg verteidigt Rang eins

Stand: 11.04.2021 18:00 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt hat ihr Heimspiel in der Handball-Bundesliga gegen den SC DHfK Leipzig am Sonntag mit 29:23 (13:8) gewonnen. Damit wehrte die SG wieder den Angriff des THW Kiel auf die Tabellenführung erfolgreich ab.

von Florian Neuhauss

Der THW hatte am Vortag mit dem 35:29 bei der TSV Hannover-Burgdorf vorgelegt, die SG ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Das Team von Trainer Maik Machulla hatte die Partie gegen Leipzig von Beginn an unter Kontrolle, nicht ein einziges Mal führten die Sachsen. Und angesichts der harten noch vor ihnen liegenden Wochen taten die Flensburger gut daran, nicht mehr zu machen, als erforderlich war. Auch so reichte es zur Rückkehr auf Rang eins.

Zum Abschluss des Spieltags sind die Rhein-Neckar Löwen noch auf Rang zwei geklettert. Die Mannschaft von Coach Martin Schwalb hat allerdings schon fünf Partien mehr absolviert als die Rivalen aus dem Norden.

Leipzig trifft in der achten Minute zum ersten Mal

Die Partie in Flensburg kam nur sehr langsam in Fahrt. Die beiden Defensivreihen agierten konzentriert, gleichzeitig fiel den Offensiven kaum etwas ein. Zwar brauchten die Leipziger 7:34 Minuten, bis sie zum ersten Mal trafen. Doch auch Flensburg nutzte seine Möglichkeiten zu selten, nach acht Minuten stand es gerade einmal 2:1 für die Hausherren. Vier Minuten später glich Luca Witzke zum 3:3 für die Gäste aus.

SG Flensburg-Handewitt - DHfK Leipzig 29:23 (13:8)

Tore für Flensburg: Gottfridsson (8/2), Larsen (5), Hald (3), Jondal (3), Rod (3), Sogard Johannessen (3), Golla (2), Svan (2)
Tore für Leipzig: Remke (6), Witzke (4), Krzikalla (3/3), Weber (3), Binder (2), Mamic (2), Gebala (1), Larsen (1), Meyer-Siebert (1)
Zuschauer: keine

Machullas Mannschaft musste eine Fußverletzung von Johannes Golla verkraften. Dadurch bekam Simon Hald, der nach Corona-Infektion und folgendem Unwohlsein Anfang der Woche per EKG untersucht worden war, unverhofft viel Spielzeit. Doch wie der Däne fanden auch seine Mitspieler mit der Zeit gut ins Spiel. Torbjörn Bergerud parierte einige Würfe der Leipziger, und vorne fielen auf einmal die Treffer. Angeführt vom starken Mads Mensah Larsen, der die SG erstmals mit drei Toren in Front warf (9:6/25.), setzte Flensburg zu einem 6:0-Lauf an. Aus dem zwischenzeitlichen 6:6 (19.) wurde so ein 12:6 (29.).

Leipzig kontert SG-Zwischenspurt

Weil Hald eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, kehrte Golla auf die Platte zurück. Obwohl der deutsche Nationalspieler sichtlich humpelte, war die SG weiter kaum aufzuhalten. In der 34. Minute traf Jim Gottfridsson zum 16:9. Was schon fast wie eine kleine Vorentscheidung wirkte, war lediglich ein Hallo-wach für die Sachsen. Gregor Remke vollendete per Kempa-Trick zum 12:17 (37.), und nur vier Minuten später war der Flensburger Vorsprung wieder auf drei Treffer geschrumpft (18:15).

Nun war endlich Feuer drin. Doch die Leipziger waren an diesem Nachmittag einfach nicht gut genug, um die Schleswig-Holsteiner in ernsthafte Gefahr zu bringen. Die SG hielt sich die Gäste erst mit konsequenter Chancenverwertung vom Hals und setzte sich in der Schlussphase noch einmal ab. Da fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass Gottfridsson zum ersten Mal in dieser Saison einen Siebenmeter verwarf (59.).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 11.04.2021 | 22:50 Uhr

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