Azat Valiullin vom HSV Hamburg hebt ab (r.) © Witters

HSV Hamburg trotzt Pokalsieger TBV Lemgo Lippe ein Remis ab

Stand: 20.11.2021 20:16 Uhr

Der HSV Hamburg sorgt in der Handball-Bundesliga weiter für positive Nachrichten. Der Aufsteiger erkämpfte sich am Sonnabend im Heimspiel gegen den amtierenden DHB-Pokalsieger TBV Lemgo Lippe ein 28:28 (14:14).

von Christian Görtzen

Somit steht das Team von HSV-Trainer Torsten Jansen nach dem 12. Spieltag bei respektablen 12:10 Punkten. Dem HSVH ist durch das verdiente Remis vor 3.611 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg eine gute Antwort auf die bittere Niederlage beim HC Erlangen gelungen. Das abgebrochene Heimspiel gegen die MT Melsungen wird am 28. November nachgeholt.

Die ebenfalls für den Abend angesetzte Partie zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der SG Flensburg-Handewitt wurde aufgrund von mehreren Corona-Fällen bei den Schleswig-Holsteinern abgesagt.

Mortensen mit zwei Steals - HSVH setzt sich leicht ab

Die Hamburger begannen konzentriert, standen recht sicher in der 6-0-Deckung und agierten offensiv zielstrebig. Anspielpunkt war dabei vor allem Kreisläufer Niklas Weller, der in der Anfangsphase seine Arbeit prächtig erledigte. Mit Treffer Nummer vier (bei vier Würfen) sorgte er für das 6:5 (11.). Kurz darauf gelang es dem Aufsteiger sogar, sich etwas deutlicher vom DHB-Pokalsieger abzusetzen - dank der Handlungschnelligkeit von Casper Mortensen. Zweimal innerhalb nur einer Minute fing der Däne Zuspiele von Jonathan Carlsbogard ab. Die beiden Tempo-Gegenstöße wurden zur ersten Drei-Tore-Führung (10:7/15.) genutzt.

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Ein Handball liegt im Tornetz. © picture-alliance Foto: Frank Hoermann / Sven Simon

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Nur: Dieses Niveau konnte der Neuling im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs nicht halten. Die Hamburger leisteten sich in der Offensive zu viele Ungenauigkeiten und damit Ballverluste. Und so kam der TBV stetig näher heran. Zur Pause war beim Stand von 14:14 wieder alles offen.

Hamburg gibt nicht auf und erkämpft sich den Punkt

Und auch nach Wiederbeginn blieb es ein Duell auf Augenhöhe: Legte ein Team vor, zog das andere flugs nach. Das änderte sich erst, als Bjarki Mar Elisson einen Gegenstoß zum 22:20 (45.) für die Ostwestfalen nutzte. Andreas Cederholm überwand wenig später HSV-Torwart Johannes Bitter zum 24:21 (51.) - es war die erste Drei-Tore-Führung der Gäste. Doch Hamburg gab nicht auf und kam wieder zurück: Frederik Bo Andersen glich mit einem Wurf ins leere Tor zum 27:27 (56.) aus.

Die Spannung wurde 26 Sekunden vor dem Ende auf die Spitze getrieben, als wieder einmal Mortensen einen Pass von Tim Suton abfing und zum 28:28 traf. Lemgo blieben noch einige Sekunden und ein Freiwurf nach abgelaufener Spielzeit. Den aber parierte HSV-Keeper Jens Vortmann. Die Hamburger feierten, die Gäste blickten betrübt. Erfolgreichster HSV-Spieler war Weller mit sechs Toren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.11.2021 | 23:03 Uhr

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