Kielces Szymon Sicko wirft gegen Flensburgs Simon Hald (l.) und Johannes Golla (r.). © imago images / Newspix

Gebeutelte Flensburger kassieren in Kielce erneute Pleite

Stand: 13.10.2021 22:14 Uhr

Es läuft nicht rund für die SG Flensburg-Handewitt in dieser Saison. Die durch viele Verletzungen geschwächte Mannschaft von Trainer Maik Machulla kassierte am Mittwoch in der Handball-Champions-League eine 29:37 (16:21)-Niederlage im polnischen Kielce.

von Sebastian Ragoß

Mit lediglich einem Punkt aus vier Partien ist die SG Tabellenschlusslicht und muss sich ernsthaft Sorgen um das Erreichen der K.o.-Runde machen: Die beiden Erstplatzierten jeder Achtergruppe qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Die Mannschaften auf den Rängen drei bis sechs müssen in die Play-offs.

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Dies sollte eigentlich ohne Probleme möglich sein für die Flensburger. Doch derzeit schleppt sich das Team von Spiel zu Spiel. Personelle Alternativen hat Machulla kaum noch. Zuletzt erwischte es Franz Semper mit einer Knieverletzung. "Wir fanden über 60 Minuten lang mit unserem Abwehrspiel nicht statt. Auch wenn wir mit Kielce auf eine absolute Top-Mannschaft trafen, hätten wir die Dinge besser umsetzen müssen, die wir vorher besprochen hatten. Ich vermisste 50 Minuten lang die Kommunikation miteinander", fand der SG-Coach aber auch andere Gründe für die deutliche Niederlage. 

Flensburg in der Defensive zu anfällig

Kielce nutzte zu Beginn der Partie seine körperliche Überlegenheit und erarbeitete sich einen Vorsprung. Lediglich Aaron Mensing verhinderte mit seinen Treffern, dass die Gäste schon früh klar ins Hintertreffen gerieten. Offensiv fingen sich die Schleswig-Holsteiner, defensiv waren sie aber überhaupt nicht auf der Höhe: Vor allem Rückraum-Shooter Szymon Sicko bekam die SG nicht in den Griff, er markierte vor der Pause sieben Treffer.

Kielce zu stark für die SG

Aussichtslos war die Lage bei fünf Toren Rückstand zur Halbzeit nicht für Flensburg, fünf Minuten nach Wiederbeginn aber schon: Kielce kam - von den eigenen Fans lautstark angetrieben - sehr entschlossen aus der Kabine und zog entscheidend auf 24:16 davon.  

Mangelnder Einsatz war den Gästen nicht vorzuwerfen, aber der dezimierte Kader ist derzeit auf europäischem Top-Niveau nicht konkurrenzfähig. Immerhin hielten sie den Rückstand in Grenzen und beendeten die Partie ohne einen weiteren Verletzten. Ein Lichtblick war zudem der Auftritt von Mensing, der neun Mal traf und damit gemeinsam mit Sicko bester Werfer der Partie war.

Am Sonntag geht es zu Bundesliga-Tabellenführer Magdeburg

Viel Zeit für die eigentlich notwendige Regeneration hat das Machulla-Team nicht. Am Sonntag (14 Uhr) gastiert Flensburg in der Bundesliga bei Tabellenführer SC Magdeburg. "Wir haben in den nächsten Tagen einiges aufzuarbeiten. Wir wollen zurückkommen und müssen es besser machen", sagte Linksaußen Emil Jakobsen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 13.10.2021 | 23:03 Uhr

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