Mads Mensah Larsen von der SG Flensburg-Handewitt versucht, sich durchzutanken © imago images/Ritzau Scanpix Foto: René Schütze

Flensburg zittert nach Niederlage in Aalborg um Final Four

Stand: 13.05.2021 20:26 Uhr

Die SG Flensburg-Handewitt muss einmal mehr um den Einzug ins Final Four der Handball-Champions-League bangen. Die Schleswig-Holsteiner verloren ihr Viertelfinal-Hinspiel bei AaB Aalborg 21:26 (10:13).

von Florian Neuhauss

"Sie waren cleverer als wir. Wir haben zu viele leichte Bälle verworfen. So hat Torhüter Mikael Aggefors am Ende den Unterschied ausgemacht", ärgerte sich Flensburgs Mads Mensah Larsen am Donnerstagabend. Zu allem Überfluss mussten die ohnehin verletzungsgeplagten Norddeutschen mit Magnus Röd einen weiteren Ausfall verkraften. Das Knie des Rückraumrechten wurde dick bandagiert. Spielmacher Jim Gottfridsson humpelte in der Schlussphase mehr, als dass er lief und sprang. Lasse Svan ging nach einem harten Zusammenprall zu Boden und musste am Oberkörper behandelt werden.

Nicht nur die Niederlage schmerzt also mit Blick auf das Rückspiel. Dennoch ist am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr) in der "Hölle Nord" in Flensburg noch alles drin. Mensah Larsen sprach von einer "guten Chance". Allerdings war für die SG seit ihrem Königsklassen-Triumph 2014 schon viermal in der Runde der letzten Acht Endstation.

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SG lange nur stets bemüht

Die Flensburger erwischten einen ganz schwachen Start in die Partie. In der Anfangsphase hatten die Gäste eine Trefferquote von 30 Prozent - was weniger an der Stärke der Dänen als an der eigenen Schwäche lag. Als Aalborg in der 14. Minute erstmals mit vier Toren Vorsprung führte (8:4), nahm SG-Coach Maik Machulla eine Auszeit. Und danach wurde es zumindest ein bisschen besser. Hampus Wanne verkürzte per Siebenmeter auf zwei Treffer (8:10/24.). Mit dem Drei-Tore-Rückstand zur Pause waren die Norddeutschen noch ganz gut bedient.

Aalborg Handbold - SG Flensburg-Handewitt 26:21 (13:10)

Tore für Aalborg: Claar (8), Sandell (8), Möllgard Jensen (4), Jakobsen (2), Juul-Lassen (2/1), Barthold (1), Samuelsson (1)
Tore für Flensburg: Gottfridsson (5), Mensah Larsen (4), Wanne (4/3), Svan (3), Golla (2), Sögard Johannessen (2), Hald Jensen (1)
Zuschauer: keine

In der Folge agierten die Gäste zunächst zielstrebiger, aber auch Torhüter Benjamin Buric wurde immer mehr zum Faktor. Beim Stand von 12:14 rettete der Bosnier mit einer starken Fußabwehr, als sein Team gerade in Unterzahl spielen musste (33.). Gottfridsson verkürzte zwei Minuten später auf 13:14. Und weil Buric nun aufdrehte, boten sich gleich mehrere Chancen zum Ausgleich. Doch es brauchte einen Siebenmeter, den Wanne schließlich zum 14:14 verwandelte. 28 Tore nach 41 Minuten sprachen Bände.

Flensburg lässt bessere Ausgangsposition liegen

Doch mehrere Zeitstrafen in kurzer Zeit (Johannes Golla, Wanne) und die Röd-Verletzung brachten die SG wieder aus dem Flow. Einzig Gottfridsson hielt die Flensburger in dieser Phase mit seinen Toren im Spiel, war aber am Ende nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte.

Dennoch wäre mehr für die Gäste möglich gewesen. Beim Stand von 19:20 warf Göran Sögard Johannessen am leeren Tor vorbei (51.). Kurz darauf missglückte Golla beim Tempo-Gegenstoß der lange Pass auf Wanne. Statt des Ausgleichs wurde wenig später ein Vier-Tore-Rückstand für die Flensburger auf der Anzeigetafel notiert. Und auch eine Überzahl in den Schlussminuten wussten sie nicht zu nutzen: Johannessen scheiterte gleich zweimal frei vor Aggefors. Und so ist die Hypothek vor dem Rückspiel groß.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 13.05.2021 | 23:03 Uhr

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