Stand: 26.02.2020 08:47 Uhr

Flensburg muss gegen Celje vorlegen

von Jan Kirschner, NDR.de
Mittelmann Göran Johannsessen will mit Flensburg-Handewitt die Chance auf Rang vier in der Handball-Champions-League wahren.

Heute Abend (19 Uhr) bestreitet Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt gegen den RK Celje seinen 300. europäischen Auftritt seit 1995. Viele Emotionen, zahlreiche denkwürdige Partien und immerhin fünf Trophäen, darunter die Champions League 2014, flankieren das vergangene Vierteljahrhundert. Einem Ergebnis vom Wochenende aus Zagreb ist es geschuldet, dass das Jubiläum nicht ganz ohne Brisanz ablaufen wird. In der kroatischen Hauptstadt verlor der Kontrahent aus Aalborg. Sollten die Dänen am Sonntag auch gegen Schlusslicht Elverum nicht gewinnen, könnte sich der Bundesligist noch auf den vierten Rang der Staffel A verbessern.

Die SG müsste aber erst einmal in Vorleistung gehen und Celje schlagen. "Platz vier haben wir nicht mehr selbst in der Hand", weiß Abwehr-Stratege Jacob Heinl, der einen Tag vor der Partie seinen Vertrag verlängerte: "Aber wir wollen unseren Lauf fortsetzen, das Spiel gewinnen und mit einem guten Gefühl an die nächsten Aufgaben gehen."

Es droht ein Achtelfinal-Duell mit Montpellier

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Die vierte Position hätte den Vorteil, dass die SG im Achtelfinale nicht im Hin-, sondern erst im Rückspiel Heimrecht genießen würde. Der Gegner kommt definitiv aus der Parallelgruppe, in der sich der THW Kiel durchgesetzt hat. Sollten die Flensburger doch noch als Vierter einlaufen, würden sie in der kommenden Runde vermutlich auf den FC Porto treffen. Denkbar wäre auch der abgewirtschaftete Titelverteidiger Vardar Skopje. Als Tabellenfünfter würde es der Bundesliga-Zweite wahrscheinlich mit dem französischen Vertreter Montpellier HB zu tun bekommen, bei dem es im Frühling 2018 eine krachende Viertelfinal-Niederlage gab. Möglich wäre auch ein Kräftemessen mit dem polnischen Champion Vive Kielce, dem Ex-Club des derzeit aufblühenden SG-Neuzugangs Michal Jurecki.

Svan muss sich in Geduld üben

Unabhängig von diesen Gedankenspielen wollen die Flensburger gegen Celje ihren wettbewerbsübergreifend zehnten Sieg in Folge einfahren. So einfach wird es gegen den slowenischen Meister, der noch einen Zähler braucht, um sicher im Achtelfinale zu stehen, aber nicht. "Celje spielte auf eine ganz spezielle Art und Weise Handball", weiß SG-Linksaußen Hampus Wanne. "Nicht von ungefähr haben wir vor einem Jahr nur hauchdünn gewonnen." Damals lautete der Endstand in der "Hölle Nord" 27:26. Auch das Hinspiel in Celje war eine enge Angelegenheit und brachte einen 25:24-Auswärtssieg ein.

Bei der SG fehlen weiterhin Kreisläufer Simon Hald (Kreuzbandriss) und Linkshänder Magnus Röd (Haarriss im Fuß). Kapitän Lasse Svan (Schulter) wird seine Mannschaft beim Einlauf in die Arena zwar wie gewohnt anführen, auf einen Einsatz aber noch warten müssen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 24.02.2020 | 22:40 Uhr