Stand: 09.11.2017 20:43 Uhr

Zurück im Titelrennen: Flensburg siegt in Berlin

Holger Glandorf führte die SG Flensburg-Handewitt in Berlin zum Sieg.

Nach schwachem Start in die Saison hat die SG Flensburg-Handewitt in der Handball-Bundesliga Fahrt aufgenommen. Das Team von Trainer Maik Machulla gewann am Donnerstagabend bei den Füchsen Berlin mit 30:26 (14:13). Dabei war das Duell ein Spiegelbild der Saison: In der Haupstadt sahen die Flensburger zunächst schlecht aus, um sich dann umso mehr zu steigern. Bei einer Partie mehr in der Hinterhand hat die SG nur noch zwei Punkte Rückstand auf Tabellenführer Berlin (Übersicht). Flensburg ist wieder mitten drin im Kampf um die Meisterschaft! Starke Vorstellungen boten auch der THW Kiel und die TSV Hannover-Burgdorf, die ihre Auswärtsspiele souverän gewannen.

Flensburg dreht Fünf-Tore-Rückstand

Berlin - Flensburg 26:30 (13:14)

Tore für Berlin: Schmidt (5), Lindberg (4/3), Zachrisson (3), Wiede (3), Nenadic (3), Fäth (2), Elisson (2), Gojun (2), Kopljar (1), Drux (1)
Tore für Flensburg: Jeppsson (7/1), Glandorf (6), Wanne (6), Toft Hansen (3), Lauge (2), Steinhauser (2), Mahé (1), Heinl (1), Mogensen (1), Svan (1)
Zuschauer: 8.164

Im Topspiel des zwölften Spieltags taten sich die Flensburger zunächst sehr schwer. Erst in der vierten Minute fiel das erste Tor der Schleswig-Holsteiner (Holger Glandorf, 4./1:3). Füchse-Keeper Silvio Heinevetter zeigte einige starke Paraden, die Norddeutschen waren allerdings auch einfach nicht konsequent genug im Abschluss. So zogen die Berliner auf 11:6 davon, als Steffen Fäth in der 21. Minute traf. Die Gäste blieben aber ruhig und Mattias Andersson im SG-Gehäuse lief zur Höchstform auf. Kurz vor der Pause traf Simon Jeppsson wieder zum Ausgleich (12:12/28.), Sekunden vor der Sirene war das Spiel endgültig auf den Kopf gestellt: Henrik Toft Hansen drehte den Ball wunderbar um Heinevetter herum - plötzlich führte Flensburg zum ersten Mal.

SG mit sehr konzentrierter zweiter Hälfte

Nach dem Seitenwechsel wogte das Spiel hin und her - den Zuschauern war von beiden Seiten ein Spitzenspiel geboten. Für eine Seltenheit sorgte dann Heinevetter, der sich wegen Meckerns eine Zwei-Minuten-Strafe abholte (45.). Die Flensburger nutzten die Verwirrung in der Defensive der Hausherren und stellten von 19:19 mit zwei schnellen Toren auf 21:19. In den Vordergrund spielte sich an diesem Abend Zwei-Meter-Mann Jeppsson, der seine Länge überall auf dem Platz einzusetzen wusste. In der Schlussphase ließ sich die SG auch von einer Zeitstrafe gegen Magnus Rød nicht mehr aus der Bahn werfen (51.). Die Berliner wirkten nun verunsichert und Flensburg siegte am Ende ungefährdet.

Kiel feiert Kantersieg in Stuttgart

Stuttgart - Kiel 24:36 (9:16)

Tore für Stuttgart: Orlowski (7), Salger (5), Schagen (4/3), Weiss (3), Späth (2), Rothlisberger (1), Burmeister (1), Kretschmer (1)
Tore für Kiel: Bilyk (7), Ekberg (6/4), Dahmke (6), Vujin (5), Toft Hansen (3), Wiencek (3), Nilsson (2), Frend-Ofors (1), Zarabec (1), Firnhaber (1), Wolff (1)
Zuschauer: 5.521

Der THW holte beim TVB Stuttgart mit dem 36:24 (16:9) seine Punkte acht und neun aus den jüngsten fünf Ligaspielen. Torhüter Niclas Landin präsentierte sich dabei ebenso von Beginn an hellwach wie seine Vorderleute. In der zehnten Minute brachte Niclas Ekberg die "Zebras" erstmals mit zwei Toren in Führung (5:3), Nikola Bilyk erhöhte wenig später bereits auf drei Treffer (7:4/12.). Sehr routiniert ging das Team von Trainer Alfred Gislason zu Werke. Nach Patrick Wienceks erstem Treffer hatte der THW schon in der ersten Hälfte einmal eine Acht-Tore-Führung (28.). In der Folge konnten es sich die Kieler erlauben, zunächst ein bisschen ruhiger zu Werke zu gehen. Ab der 51. Minute drehten sie aber wieder auf. Gleich sieben Treffer erzielten Rune Dahmke und Co. in den letzten zehn Minuten. So kassierten die Schwaben noch eine krachende Pleite. Den Schlusspunkt setzte Sebastian Firnhaber fünf Sekunden vor der Schlussirene.

Souveräner Auftritt der "Recken"

Ludwigshafen - Hannover 21:27 (10:13)

Tore für Ludwigshafen: Dietrich (5), Durak (3/3), Buhrer (3), Feld (3), Weber (2), Stüber (2), Remmlinger (1), Dippe (1), Schmidt (1)
Tore für Hannover: Mortensen (9/2), Häfner (5), Kastening (3), Johannsen (2), Pevnov (2), Brozovic (2), Olsen (1), Karason (1), Böhm (1), Kalafut (1)
Zuschauer: 1.953

Weiter vor den Kielern steht Hannover-Burgdorf. Die TSV setzte bei den Eulen Ludwigshafen ihren Aufwärtstrend fort und blieb mit dem 27:21 (13:10)-Erfolg im vierten Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. In der Friedrich-Ebert-Halle war Casper Mortensen in der ersten Häfte der überragende Mann. Der Däne traf mit jedem seiner sechs Würfe aus dem Spiel heraus, nur mit einem seiner zwei Siebenmeter scheiterte er.

In der zweiten Hälfte stand dann Kai Häfner seinem Mitspieler bei und erhöhte in der 43. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 19:15. Gegen den Aufsteiger waren die "Recken" der Favorit sowie das deutlich erfahrenere Team. Und die Trainer Antonio Carlos Ortega und Iker Romero hatten es gut eingestellt. Mit seinem neuten Tor traf Mortensen zum 23:19 (50.). Danach hatten die Eulen nichts mehr entgegenzusetzen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 09.11.2017 | 22:40 Uhr

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