Stand: 28.11.2018 20:30 Uhr

Flensburg holt zwei Big-Points gegen Szeged

von Johannes Freytag, NDR.de
Jim Gottfridsson (l.) erzielte gegen Szeged fünf Tore.

Die SG Flensburg-Handewitt hat nachgelegt und drei Tage nach dem 31:24-Sieg in Skjern das nächste "kleine Endspiel" in der Handball-Champions-League gewonnen. Das Team von Trainer Maik Machulla setzte sich am Mittwochabend in eigener Halle vor allem dank einer überragenden Defensivleistung mit 27:25 (14:14) gegen den ungarischen Meister Pick Szeged durch. Die Schleswig-Holsteiner kletterten damit in der Gruppe B auf Rang drei und machten einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale. Bester SG-Werfer war Magnus Jöndal mit acht Treffern. Machulla hob nach der Partie im NDR Hörfunk die "Leidenschaft" seiner Mannschaft in der Defensive hervor. Zugleich lobte er die "Ruhe und Geduld im Angriff".

SG-Keeper Bergerud mit starken Paraden

Flensburg - Szeged 27:25 (14:14)

Tore Flensburg: Jöndal 8/4, Gottfridsson 5, Golla 5, Lauge Schmidt 4, Johannessen 2, Glandorf 1, Röd , Steinhauser 1
Tore Szeged: Bodo 5, Maqueda Peno 4, Banhidi 4, Canellas Reixach 3, Sigurmannsson 3/1, Blazevic 2, Balogh 1, Bombac 1, Sostaric 1, Gaber 1
Zuschauer: 4.304

Die Norddeutschen mussten auf Tobias Karlsson verzichten, der in Skjern einen Ball an den Kopf bekommen hatte und im Training über Probleme klagte. Johannes Golla und Simon Hald bildeten den Mittelblock. Doch die offensive 5-1-Defensive, für die sich Machulla entschieden hatte, stand zunächst nicht gut. Fast jeder Wurf der Ungarn führte zu einem Tor, nach acht Minuten führten sie erstmals mit zwei Treffern (5:3). Doch nach gut zehn Minuten wurde es besser, vor allem SG-Keeper Bergerud lief zu großer Form auf und glänzte mit zahlreichen Paraden. Flensburg kam zum Ausgleich und ging sogar in Führung (17./10:9). Die hatte allerdings nicht lange Bestand, nach dem 13:12 für Szeged (22.) stellte Machulla wieder auf 6-0 um. Der gewünschte Effekt blieb zunächst aus - zwar überstand die SG ein Unterzahlspiel ohne Gegentor, musste aber wenig später doch den erneuten Zwei-Tore-Rückstand hinnehmen (27./12:14). Immerhin: Bis zur Pause konnten die Gastgeber wieder ausgleichen.

SG-Defensive überragend

Auch im zweiten Durchgang blieb es ein Spiel auf Augenhöhe, beide Mannschaften taten sich offensiv gegen die gut stehenden Abwehrreihen schwer. Nach 36 Minuten waren zum Pausenstand lediglich zwei Treffer hinzugekommen (15:15). Auffällig allerdings auf Flensburger Seite: Weder Holger Glandorf noch Lasse Svan hatten zu dem Zeitpunkt ein Tor erzielt. Es dauerte bis zur 43. Minute, ehe zumindest Glandorf seine Flaute beendete (19:18). Aber auf die SG-Defensive (in 6-0-Formation) war nun Verlass. Zehn Minuten vor dem Ende lagen die Gastgeber erstmals mit zwei Toren in Front (23:21).

Zwar war auch dieser Vorsprung bald wieder dahin (23./23:23), aber dann wurde es spektakulär: In Überzahl traf Szegeds Jorge Maqueda beim Stand von 24:23 für Flensburg den Pfosten, kurz danach Stefan Ravn Sigurmannsson ebenfalls, als sein Wurf aufs leere Tor zwischen beiden Pfosten hin- und hersprang (55.). Dann erzielte Tobias Steinhauser das 25:23 (56.) - eine Vorentscheidung zugunsten der Hausherren? Ja, denn hinten hielt Bergerud seinen Kasten weiter sauber, vorne trafen Gottfridsson und Rasmus Lauge - die Revanche für das 28:30 vor einem Monat war geglückt.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 28.11.2018 | 22:40 Uhr