Stand: 20.10.2019 18:37 Uhr

Rang fünf statt eins: Flensburg verliert in Aalborg

von Florian Neuhauss, NDR.de
Bauchlandung in Aalborg: Die SG Flensburg-Handewitt verlor ihr "Königsklassen"-Spiel in Dänemark.

Die SG Flensburg-Handewitt hat den Sprung an die Tabellenspitze der Champions-League-Gruppe A verpasst. Der deutsche Handball-Meister verlor am Sonntag im nur vier Autostunden entfernten Nordjütland bei Aalborg Handbold mit 28:31 (16:14). Statt Rang eins hat das Team von Trainer Maik Machulla nun Rang fünf inne. Zu allem Überfluss musste im Laufe der ersten Hälfte auch noch Simon Hald verletzt raus - ausgerechnet der in der dänischen Stadt geborene Kreisläufer. Wie lange der Zwei-Meter-Mann ausfällt, sollen genauere Untersuchungen klären.

Stark angefangen und stark nachgelassen

Die Flensburger erwischten einen Start nach Maß. Magnus Jøndal und Lasse Svan erzielten die ersten Tore, und Torbjørn Bergerud verbuchte die erste Parade.

Aalborg Handball - SG Flensburg-Handewitt 31:28 (14:16)

Tore für Aalborg: Barthold (8), Christiansen (7), Smarason (7), Mollgaard (4), Jensen (3), Marcher (2)
Tore für Flensburg: Johanessen (6), Svan (6), Gottfridsson (4), Golla (3), Röd (3), Jeppson (2), Joendal (2), Zachariassen (1), Jurecki (1)
Zuschauer: 4.653

Gøran Søgard Johannessen ließ auf den ersten Aalborger Treffer einen Doppelpack folgen - die SG führte in der vierten Minute mit 4:1. Der Vorsprung wuchs auf vier Treffer - und hatte bis zum 8:4 von Michał Jurecki (12.) Bestand.

Machulla dachte offenbar, Kräfte sparen zu können und nahm mit Johannessen den besten Mann der Anfangsphase raus. Doch die Dänen steigerten sich und kamen Tor um Tor wieder heran. Auch weil Flensburgs Youngster Niels Versteijnen gleich zwei Siebenmeter in Folge verwarf - der zweite landete sogar neben dem Tor. Mads Christiansen glich schließlich in der 19. Minute zum 9:9 aus.

In Bestbesetzung blieben die Flensburger ihren Nachbarn allerdings weiter überlegen, die Spielzüge saßen. Besonders Johannessen bekamen die Hausherren nicht in den Griff. Der 25 Jahre alte Rückraumspieler kam in der ersten Hälfte auf fünf Tore. So führten die Schleswig-Holsteiner zur Pause wieder mit zwei Toren, doch Aalborg, das erfolgreich auf die schnelle Mitte setzte, war im Spiel.

Nicht konsequent genug in Hälfte zwei

In Überzahl lief die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte eigentlich wieder zu Gunsten der Flensburger. Eine Drei-Tore-Führung gab zunächst Sicherheit.

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Aber als Jim Gottfridsson die Chance zum 21:18 liegen ließ und Magnus Saugstrup Jensen im direkten Gegenzug das 19:20 erzielte, entglitt den Gästen das Spiel. Henrik Møllgard glich kurz darauf wieder aus, und die Dänen zogen bis auf 27:23 davon (49.). Auch weil Torhüter Kristian Sæverås die Flensburger schier zur Verzweiflung trieb. Überragender Mann war aber Sebastian Barthold, dem insgesamt acht Treffer gelangen.

Doch so einfach geschlagen geben wollte sich die SG auch nicht. Das Comeback gelang, nicht zuletzt weil nun auch Benjamin Buric, der Bergerud im Tor ersetzt hatte, zur Höchstform auflief. Und nur sechs Minuten später traf Magnus Rød zum 28:28.

Die Dänen hatten allerdings das bessere Ende für sich. Einerseits, weil das Schiedsrichtergespann alle engen Entscheidungen für sie traf. Andererseits aber auch dank Janus Smarason, der in den letzten Minuten drei Tore warf.

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Sportclub | 20.10.2019 | 22:50 Uhr