Flensburgs Domen Sikosek Pelko (l.) im Heimspiel gegen HSC 2000 Coburg © imago images Foto: Mario M. Koberg

Flensburg-Handewitt ohne Mühe zum Pflichtsieg

Stand: 25.10.2020 17:37 Uhr

Titelkandidat SG Flensburg-Handewitt hat am Sonntag Bundesliga-Aufsteiger HSC 2000 Coburg mit 32:22 (17:11) besiegt. Die Schleswig-Holsteiner sind neuer Tabellenzweiter.

von Christian Görtzen

Die Tabelle der Handball-Bundesliga (HBL) sortierte sich nach dem fünften Spieltag ganz oben neu: Ein namhaftes Trio steht an der Spitze. Erster sind die Rhein-Neckar Löwen, danach folgt Flensburg, Rang drei belegt Titelverteidiger THW Kiel, der am Samstagabend mit 35:29 bei der HSG Nordhorn-Lingen gewonnen hatte. Flensburg hat mit dem Erfolg gegen Coburg einen Clubrekord aufgestellt: Es war der 40. Heimsieg in der Bundesliga in Serie.

Flensburger finden schnell in die Spur

Nach etwas wilden Anfangsminuten, in denen die Gastgeber drei, vier Mal an Coburgs Schlussmann Jan Kulhanek scheiterten, sorgte der slowenische Leihspieler Domen Sikosek Pelko mit dem 4:3 (10.) für die erste Führung der SG. Und mit zwei weiteren Treffern in Folge zum 6:3 (12.) war auch schon die Basis für den allgemein erwarteten deutlichen Heimsieg gegen den Aufsteiger und Abstiegskandidaten gelegt.

Flensburg stand in der Folgezeit kompakt in der 6-0-Deckung, schaltete entschlossen um auf die Offensive, hielt die Konzentration aufrecht - und das reichte auch schon, um sich Tor um Tor von den Oberfranken abzusetzen. Franz Semper gelang mit dem 14:8 (25.) die erste Sechs-Tore-Führung, mit einem 17:11 ging es in die Pause.

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Semper mit starker Leistung

Die Schleswig-Holsteiner gingen auch nach Wiederanpfiff mit der nötigen Seriösität ihrer Arbeit nach. Vor allem einer tat sich dabei hervor: Der deutsche Nationalspieler Semper, der mit seinem siebten Treffer bei acht Würfen für das 21:14 (36.) sorgte. SG-Trainer Maik Machulla nutzte im weiteren Verlauf der Partie die Gelegenheit, jenen Profis mehr Spielanteile zu geben, die zuletzt eher in der zweiten Reihe gestanden hatten. Am Ende gelang - auch dank guter Paraden von Torhüter Benjamin Buric - der angestrebte klare Heimsieg. Erfolgreichster Flensburger Spieler war Hampus Wanne mit acht Treffern.

Flensburger Svan verletzt sich

Der Gewinn der beiden Punkte wurde allerdings getrübt: Eine Viertelstunde vor Schluss verletzte sich Rechtsaußen Lasse Svan, als er an Gegenspieler Max Preller vorbei in den Kreis springen wollte. Er trat dabei mit dem rechten Fuß auf den Fuß des Coburgers und knickte dabei um. Svan wurde an der Seitenlinie behandelt. Wie schwer die Verletzung ist, steht noch nicht fest. Preller sah die Rote Karte.

SG Flensburg-Handewitt - HSC 2000 Coburg 32:22 (17:11)

Tore Flensburg: Wanne 8/4, Semper 7, Gottfridsson 5, Johannessen 3, Sikosek Pelko 3, Hald 1, Holpert 1/1, Jöndal 1, Larsen 1, Röd 1, Svan 1
Tore Coburg: Zeman 6, D. Nenadic 5, Norouzi Nezhad 3, Sproß 3, Schröder 2, Billek 1/1, Preller 1, Zetterman 1
Zuschauer: 700.
Strafminuten: 4/10
Rote Karte: Preller (45.)

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 25.10.2020 | 23:03 Uhr

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