Stand: 27.02.2019 20:39 Uhr

Flensburg-Handewitt müht sich zu Platz drei

von Johannes Freytag, NDR.de
Rasmus Lauge konnte sich gegen Nantes nicht wie gewohnt durchsetzen

Die SG Flensburg-Handewitt hat die Gruppenphase in der Champions League auf dem dritten Platz beendet. Am Mittwochabend reichte dem Bundesliga-Tabellenführer dazu ein glückliches 29:29 (17:17) gegen den direkten Verfolger HBC Nantes aus Frankreich. Hampus Wanne erzielte den entscheidenden Treffer in der Schlussminute per Siebenmeter. "Das war ein Spiegelbild unser Gruppenphase - mit allen Aufs und Abs. Wir können uns aber ein bisschen freuen. Nantes ist schließlich auch ein Top-Gegner", sagte Holger Glandorf nach der Partie dem NDR Hörfunk.

Die Schleswig-Holsteiner haben damit im Achtelfinale ein deutsches Duell mit den RN Löwen vermieden und zudem Heimrecht im Rückspiel. Gegner aus der Staffel A könnten Meshkov Brest, IFK Kristianstad oder der formschwache Titelverteidiger Montpellier HB werden. Die Entscheidung darüber fällt am Sonnabend. Bester Werfer der Flensburger war Magnus Röd mit fünf Toren, für Nantes traf Valero Rivera Folch ebenfalls fünf Mal.

Unnötige Spannung nach dominantem Beginn

Die Partie begann zunächst unglücklich für die Flensburger, deren Mittelblocker Tobias Karlsson (am Sonntag zu Gast im NDR Sportclub) und Simon Hald gleich für ihre ersten Abwehr-Aktionen jeweils eine Gelbe Karte kassierten. Doch danach spielten die Hausherren groß auf. Den 0:1-Rückstand durch einen Siebenmeter drehte die SG binnen sechs Minuten in eine 5:1-Führung, kurz darauf schlug schon ein Fünf-Tore-Vorsprung zu Buche (9:/8:3). Nantes fand lange kein Mittel gegen die schnellen Pässe und Kreuzbewegungen der Flensburger. Trotz der Überlegenheit riss aber plötzlich der Faden. SG-Würfe landeten nur noch am Pfosten oder verfehlten das Gehäuse knapp, außerdem stand die Defensive nicht mehr so sicher. Das Resultat: Binnen weniger Minuten wurde aus einem 13:9 ein 13:13 (22.) Mit einem Remis (17:17) ging es auch in die Kabine.

Fehlerflut im zweiten Durchgang

SG Flensburg-Handewitt - HBC Nantes 29:29 (17:17)

Tore Flensburg: Wanne (5/2), Röd (5), Hald Jensen (4), Svan (3), Johannessen (3), Lauge Schmidt (3), Gottfriedsson (2), Jöndal (2/2), Glandorf (1), Zachariassen (1)
Tore Nantes: Rivera Folch (5/2), Lazarov (4), Balaguer Romeu (4), Claire (4), Tournat (3), Gurbindo Martinez (3), Pechmalbec (2), Lagarde (2), Nyokas (2)
Zuschauer: 4.724

Auch der zweite Durchgang begann schlecht für Flensburg: Lauge scheiterte am gegnerischen Torwart, im Gegenzug erzielte Eduardo Gurbindo Martinez die Führung für die Franzosen (31.). Es blieb eine enge Partie, die aber mit zunehmender Dauer nur noch von der Spannung lebte und wenig spielerische Höhepunkte bot. So gab es auf beiden Seiten Fehlwürfe, Fehlpässe und technische Unzulänglichkeiten en masse. Eine siebenminütige Torflaute beendete Rivera Folch mit dem 20:19 für die Gäste (41.), wenig später lagen die Flensburger gar mit drei Treffern zurück (50./23:26). Allein Torbjörn Bergerud bewahrte die Hausherren vor einem noch höheren Rückstand. Aber die SG stemmte sich gegen die Niederlage und kam durch Lauge wieder zum Ausgleich (56./27:27). Eineinhalb Minuten vor dem Ende glich Wanne per Siebenmeter erneut aus (28:28) und Flensburg agierte zudem für den Rest der Partie in Überzahl. Dennoch geriet der Bundesligist noch einmal in Rückstand, ehe Wanne Nervenstärke zeigte.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 27.02.2019 | 22:40 Uhr

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