Stand: 10.02.2019 18:41 Uhr

Flensburg-Handewitt erhält Dämpfer in Zaporozhye

von Christian Görtzen, NDR.de
SG-Trainer Maik Machulla erlebte in Zaporozhye eine herbe Enttäuschung.

4.300 Kilometer von der Heimat entfernt hat sich der deutsche Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt am Sonntagabend in der Champions League einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla unterlag am elften Spieltag der acht Clubs umfassenden Gruppe B beim ukrainischen Meister HC Motor Zaporozhye mit 26:28 (12:10). Dadurch weisen die Norddeutschen nun 10:12 Punkte auf und müssen sogar um das Weiterkommen in der "Königsklasse" bangen. Für die Schleswig-Holsteiner folgen in der Gruppenphase noch Heimspiele gegen Celje Pivovarna (Slowenien) am kommenden Mittwoch und HBC Nantes (27. Februar) sowie eine Partie bei HC Zagreb (24. Februar).

Flensburg mangelt es an Spritzigkeit

HC Motor Zaporozhye - SG Flensburg-Handewitt 28:26 (10:12)

Tore Zaporozhye: Puchouski 9, Malasinskas 7/1, Babitschew 3, Donzow 2, Kozakevych 2, Paczkowski 2, Denysov 1, Kubatko 1, Soroka 1
Tore Flensburg: Lauge Schmidt 6, Glandorf 5, Johannessen 5, Wanne 4/2, Steinhauser 3, Golla 2, Jeppsson 1
Zuschauer: 3.500 (ausverkauft)
Strafminuten: 12/2
Disqualifikation: - / Karlsson (50./dritte Zeitstrafe

Die zeitaufwändige Anreise von Frankfurt aus über Istanbul nach Zaporozhye war den SG-Spielern in der ersten Halbzeit durchaus anzumerken. Es fehlte an Dynamik, an Spritzigkeit. Gegen einen limitierten Gegner reichte es aber, durch Göran Johannessen mit 8:5 in Führung zu gehen. Diesen Vorsprung verwaltete der deutsche Meister dann. Erschwert wurde diese Aufgabe ein wenig dadurch, dass Abwehrchef Tobias Karlsson früh die zweite Zwei-Minuten-Strafe erhalten hatte (25.). In Unterzahl mussten die Norddeutschen durch Maxim Babichev den Anschlusstreffer zum 10:9 hinnehmen. Mit einer 12:10-Führung ging es in die Pause.

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Auch im zweiten Abschnitt lief es zunächst wie gehabt: Flensburg tat nur das Nötigste, um die Führung zu behaupten, und wann immer der Gegner auf ein Tor herankam, zogen die Norddeutschen wieder etwas an. Zaporozhye blieb aber dran und witterte gegen den behäbig auftretenden Favoriten seine Chance. Und dieser musste zehn Minuten vor dem Ende die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte für Karlsson hinnehmen. Danach ging fast nichts mehr: Artem Kozakevych brachte die Gastgeber in der 58. Minute mit 26:25 in Führung. Und als auch noch Flensburgs Rasmus Lauge einen Siebenmeter nicht nutzte, zeichnete sich schon eine Niederlage ab. Und so kam es dann auch: Babichev ließ 78 Sekunden vor Schluss noch das 27:25 folgen. Flensburg hatte nicht mehr die Mittel, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Am Ende hieß es aus Sicht der SG 26:28.

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Sportclub | 10.02.2019 | 22:50 Uhr

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