Stand: 03.03.2019 16:31 Uhr

EHF-Cup: THW Kiel mit viertem Sieg zum Final Four

von Christian Görtzen, NDR.de
THW-Spieler Steffen Weinhold steht mit seinen Teamkollegen im Final Four.

Handball-Bundesligist THW Kiel hat sein erstes Ziel im EHF-Cup vorzeitig erreicht. Die "Zebras" sind am Sonntag dank des vierten Sieges im vierten Spiel der Gruppe D, eines 26:22 (11:10) beim Zweitplatzierten GOG Handbold (Dänemark), schon nach zwei Dritteln der Gruppenphase auf direktem Weg ins Final Four eingezogen. Eine Besonderheit im Modus macht dies möglich: Gewinnt der Ausrichter der Finalrunde - in diesem Jahr eben Kiel - seine Gruppe, erspart er sich das Viertelfinale und zieht sofort ins Halbfinale ein. Das Final Four findet am 17. und 18. Mai in Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt statt. Der TSV Hannover-Burgdorf droht dagegen nach dem 27:27 gegen Tatabanya KC das Aus in der Gruppenphase.

Landin überragend an alter Wirkungsstätte

GOG Handbold - THW Kiel 22:26 (10:11)

Tore GOG: Rikhardsson 6, E. M. Jakobsen 5/1, Lindenchrone Andersen 4, Gidsel 3, Möller 2, Cieslak 1, Pujol 1
Tore Kiel: Ekberg 7/3, Weinhold 5, M. Landin 4, Duvnjak 3, Wiencek 3, L. Nilsson 2, Pekeler 1, Vujin 1
Strafminuten: 14/8

Anlässlich des Duells mit dem deutschen Rekordmeister war GOG aus dem 1.000-Einwohner-Ort Gudme, wo die dortige Halle 1.750 Zuschauern Platz bietet, in das rund 40 Kilometer nördlich gelegene Odense umgezogen. Die "Fyn Arena" hat ein Fassungsvermögen von 4.000 Fans. Das Team von THW-Trainer Alfred Gislason bekam von der ersten Sekunde an zu spüren, dass sein Gegner eine ganz andere Leistung zeigen würde als beim Aufeinandertreffen exakt eine Woche zuvor in Kiel.

Dort waren die Dänen ängstlich aufgetreten - und gänzlich chancenlos. In Odense sah die Lage komplett anders aus. GOG spielte mutig, mit ordentlich Zug zum gegnerischen Tor. Die 500 mitgereisten THW-Fans dürften dankbar dafür gewesen sein, dass ihr Keeper Niklas Landin bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte (von 2006 bis 2010) enorm stark in Form war. Der dänische Weltmeister nahm eine ganze Reihe an Würfen auf sein Gehäuse weg. Und so hielten die Norddeutschen, die im Offensivspiel zu inkonsequent auftraten, den Kontakt zum Tabellenführer der dänischen Liga. Mehr noch: Es ging mit einem 11:10 in die Pause.

Wolff kommt - und hält prächtig

Weitere Informationen

Ergebnisse EHF-Cup, Gruppe D

Der THW Kiel spielt in der Gruppe D um den Viertelfinal-Einzug. Die Ansetzungen und Ergebnisse im Überblick. mehr

Die Partie blieb auch in der zweiten Halbzeit sehr lange eine spannende Angelegenheit. Ein personeller Wechsel brachte Kiel auf die Siegerstraße. In einer Auszeit brachte Gislason für Landin, der nicht mehr auf dem Niveau der ersten Halbzeit war, Andreas Wolff. Der deutsche Nationaltorhüter fügte sich an seinem 28. Geburtstag prächtig ein, hielt gleich einige harte Würfe. Und vorne wurden die Chancen genutzt. Patrick Wiencek erzielte in der 53. Minute das 23:20, kurz darauf entschieden Steffen Weinhold und Domagoj Duvnjak mit ihren Toren zum 25:20 (56.) vorzeitig die Partie. Erolgreichster Kieler war Niclas Ekberg mit sieben Treffern.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 03.03.2019 | 19:30 Uhr