Stand: 27.11.2018 21:45 Uhr

DHB-Pokal: THW Kiel mühelos ins Final Four

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat das Ticket zum Final Four in Hamburg gelöst. Die "Zebras" gewannen am Dienstagabend vor nur 5.800 Zuschauern in der heimischen Arena das Viertelfinale im DHB-Pokal mit 31:19 (19:8) gegen die MT Melsungen. Somit gelang den Norddeutschen der angestrebte positive Abschluss einer Terminhatz. Für Trainer Alfred Gislason und sein Team war es die dritte Partie innerhalb von sechs Tagen.

Zuvor hatte der THW in der Bundesliga durch einen Erfolg gegen die Füchse Berlin seine Erfolgsserie ausgebaut und war mit einem Sieg im norwegischen Drammen in die Gruppenphase des EHF-Pokals eingezogen. Das Final Four um den deutschen Handball-Pokal findet am 6. und 7. April 2019 in der knapp 13.000 Zuschauer fassenden Hamburger Arena statt. Zu einem möglichen Gegner im Halbfinale könnte die TSV Hannover-Burgdorf werden. Dafür müssen die Niedersachsen am 18. Dezember ihr Duell mit dem Bundesliga-Konkurrenten HC Erlangen gewinnen.

Melsunger Pavlovic bleibt am Boden liegen

THW Kiel - MT Melsungen 31:19 (19:8)

Tore Kiel: Ekberg (7/1), Nilsson (5), Pekeler (4), Weinhold (3), Dahmke (3), Vujin (2), Rahmel (2), Jacobsen (2), Kristjansson (1), Bylik (1), Reinkind (1)
Tore Melsungen: Reichmann (5), Mikkelsen (4), Birkefeldt (3), Lemke (2), Danner (2), Maric (1), Ignatow (1), Müller (1)
Zuschauer: 5.800

Das Spiel begann mit einem Schreckensmoment. Gleich im ersten Angriff der Gäste gab es einen Zusammenprall zwischen dem kroatischen Spielmacher des THW Kiel, Domagoj Duvnjak, und seinem Landsmann Domagoj Pavlovic - mit dem Ergebnis, dass Duvnjak die Gelbe Karte sah und Pavlovic auf dem Hallenboden liegen blieb. Sanitäter eilten herbei, behandelten den Rückraumspieler. Nach 20 Minuten wurde Pavlovic, der eine Außenknöchelfraktur erlitten hatte, auf eine Trage gelegt und aus der Halle transportiert. Das Kieler Publikum hatte sich erhoben und spendete aufmunternden Beifall. Nachdem sich die beiden Teams fünf Minuten lang erneut aufwärmen durften, ging es weiter.

"Zebras" haben leichtes Spiel

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Die "Zebras" kamen besser mit den schwierigen Umständen zurecht als die Gäste, die emotional noch stärker betroffen waren und die nie ihr Potenzial abrufen konnten. Nach acht Minuten brachte Steffen Weinhold den Favoriten mit 6:2 in Führung, bald darauf gelang dem deutschen Nationalspieler ein weiterer Treffer zum 9:4 (15.). Zur Pause führten die Schleswig-Holsteiner mit 19:8. Die Partie war praktisch schon entschieden, es ging nur noch um die Höhe des Kieler Erfolges. So lief dann auch die zweite Halbzeit ab. Die Gastgeber kamen nie auch nur annähernd in Bedrängnis, die Partie noch verlieren zu können. Am Ende siegte der THW mit 31:19. Erfolgreichster Kieler war Niclas Ekberg mit sieben Toren, davon eines per Siebenmeter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 27.11.2018 | 22:40 Uhr

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