Kiels Sander Sagosen feiert einen Treffer. © picture alliance/Axel Heimken/dpa Foto: Axel Heimken

Kieler "Zebras" überrennen Aufsteiger Coburg

Stand: 22.11.2020 00:12 Uhr

Mit großer Leichtigkeit ist Handball-Rekordmeister THW Kiel am Samstagabend zu einem 41:26 (22:13) gegen den HSC 2000 Coburg gekommen. Die "Zebras" sind nun Bundesliga-Tabellenführer.

von Christian Görtzen

Die Mannschaft von Trainer Filip Jicha profitierte allerdings davon, dass die Partie des ärgsten Kontrahenten Rhein-Neckar Löwen in Minden abgesagt wurde, weil sich das GWD-Team in Quarantäne befindet. Sowohl Kiel als auch die Löwen haben bislang acht Bundesligaspiele ausgetragen, beide weisen nun 14:2 Punkte vor. Der THW steht wegen der besseren Tordifferenz in der Tabelle ganz oben.

"Das war ein sehr konzentrierter, professioneller Sieg", sagte Jicha dem NDR: "Es interessiert mich nicht, ob wir zum jetzigen Zeitpunkt Erster oder 13. sind - die Tabelle ist nach dem letzten Spieltag wichtig."

THW-Spieler Sunnefeldt trumpft auf

Zehn Minuten lang war die Partie zwischen dem Titelkandidaten und dem Abstiegskandidaten ein Duell auf Augenhöhe. Pontus Zetterman glich für den HSC zum 7:7 aus. Dieses Gegentor war für die "Zebras" wie ein Weckruf, das Tempo an- und dem Gegner wegzuziehen. Mit seinem bereits fünften Treffer sorgte Rückraumspieler Oskar Sunnefeldt für das 12:8 (14.).

THW Kiel - HSC 2000 Coburg 41:26 (22:13)

Tore Kiel: Sunnefeldt (8), Sagosen (6), Pekeler (5), Zarabec (5), Ehrig (3), Dahmke (3), Jacobsen (3), Reinkind (3), Dunjak (2), Ekberg (2/2), Wiencek (1)
Tore Coburg: Billek (6), Zeman (5), Schikora (4),  Varvne (4), Schröder (2), Dettenthaler (1), Zetterman (1), Kurch (1), Sproß (1), Neuhold (1)
Zuschauer: keine

Bei den Kielern erwies sich Torhüter Dario Quenstedt als großer Rückhalt, vorne fand und nutzte der THW die Lücken in der HSC-Deckung. Der Vorsprung wuchs stetig an - bis auf zehn Tore (20:10/27.). Zur Pause hieß es 22:13.

Kiel übertrifft 40-Tore-Marke

Im zweiten Abschnitt ging es nur noch darum, wie hoch der Sieg der Gastgeber ausfallen würde. Sander Sagosen erzielte das 30:16 (45.).

Spielmacher Miha Zarabec sorgte in der 56. Minute dafür, dass die 40-Punkte-Marke erreicht wurde: Er traf zum 40:23. Am Ende hieß es 41:26. Erfolgreichster THW-Profi war der Schwede Sunnefeldt mit acht Toren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 21.11.2020 | 23:03 Uhr

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