Stand: 17.02.2019 11:00 Uhr

VfL-Frauen mit Rückenwind zum Gipfel nach München

Nicht zu stoppen war Ewa Pajor (r.) im Hinspiel, die VfL-Offensivspielerin erzielte drei Tore.

An die vergangenen beiden Aufeinandertreffen mit den Widersacherinnen von der Isar denken sie beim Frauenfußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg mit Freude zurück. Zunächst setzten sich die "Wölfinnen" im Mai 2018 in Köln in einem packenden Finale um den DFB-Pokal gegen den FC Bayern München dank der größeren Nervenstärke im Elfmeterschießen mit 3:2 durch.

Und dann folgte am dritten Spieltag der aktuellen Saison eine Bundesligapartie, deren Verlauf wohl nicht mal die größten VfL-Optimisten gewagt hätten vorauszusagen. Der Double-Gewinner vom Mittellandkanal nahm im heimischen Stadion den Vizemeister nach allen Regeln der Kunst auseinander. 6:0 hieß es am Ende eines einseitigen Gipfeltreffens. Allein die überragende Ewa Pajor steuerte drei Treffer zum Kantersieg bei. Heute (15 Uhr) folgt das Rückspiel in München. Gelingt dem Team von VfL-Trainer Stephan Lerch der dritte Triumph in Folge über den FCB, wäre damit auch ein riesiger Schritt auf dem Weg zur angestrebten Titelverteidigung vollzogen.

Aussicht auf ein komfortables Polster

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Die VfL-Frauen durften in der Bundesliga bislang 55 Tore feiern.

Auf sechs Punkte würde sich dann der Vorsprung des VfL auf den FCB verdoppeln. Acht Spieltage vor dem Ende der Saison wäre dies ein komfortables Polster - zumal das Restprogramm für das Team um die dänische Top-Stürmerin Pernille Harder, die ihren Vertrag gerade erst bis 30. Juni 2021 verlängert hat, recht dankbar erscheint. Gegen den Tabellenvierten SGS Essen hat der VfL bereits beide Partien bestritten. Und der Dritte 1. FFC Turbine Potsdam ist erst am letzten Spieltag zu Gast in Wolfsburg - dann könnten die Niedersächsinnen bereits am Ziel sein.

Islacker: "Wissen um die Wolfsburger Stärke"

Beim Gegner sorgt die Erinnerung an die Partie in Wolfsburg noch immer für Unbehagen. "Das Hinspiel war für uns eine schmerzhafte Niederlage, die wir erstmal verkraften mussten. Aber wir haben das Spiel analysiert und unsere Schlüsse daraus gezogen. Ich finde, dass man aus solchen Spielen vieles lernt, vor allem, solche Spiele schnell abzuhaken", wird Angreiferin Mandy Islacker auf der FCB-Homepage zitiert.

Von einer "Alles-oder-Nichts"-Partie will sie nichts wissen. "Natürlich ist es ein richtungsweisendes Spiel, aber es ist nicht wichtiger als alle anderen Spiele, die wir noch vor uns haben", behauptet Islacker. "Wir wissen um die Wolfsburger Stärke, aber wir wissen auch, was wir können, und darauf müssen wir uns konzentrieren."

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.02.2019 | 22:50 Uhr