Die NDR Radiophilharmonie in Salzburg

Die NDR Radiophilharmonie in Salzburg © François Lefèvre Foto: François Lefèvre
Für Ingolf Wunder ist Tschaikowskys Klavierkonzert ein Paradestück, das sich die Salzburger Konzertvereinigung wegen seiner aufregenden Interpretation eigens von ihm gewünscht hatte.
Abschied mit einem vielumjubelten Finale

Am Freitag, unserem letzten Konzerttag, erwartete uns noch einmal eine intensive Probenarbeit: Da die Salzburger Konzertvereinigung uns gebeten hatte, zwei verschiedene Programme zu spielen, stand uns heute der radikale Umschwung von Beethoven und Brahms auf ein russisches Programm bevor. Tschaikowskys fünfte Sinfonie und sein beliebtes erstes Klavierkonzert stellten hohe Anforderungen an alle Musiker - manch einer, wie unser Hornist Theo Wiemes, war auch solistisch sehr beansprucht.

Pure Freude an der Zusammenarbeit

Hinzu kam, dass in der Probe auch die Technik für die abendliche Liveübertragung getestet und ausgefeilt wurde, so dass sie entsprechend länger ausfiel als an den Vortagen. Doch die Zusammenarbeit mit Ingolf Wunder hatte sich in den letzten Tagen zu einer gegenseitigen Begeisterung entwickelt - er schwärmte von Andrew Manze als einem "Musiker durch und durch, der alles fühlt und blind folgt". Tatsächlich gelang es Manze auch diesmal, in den bekannten Werken Tschaikowskys Details herauszuarbeiten, die wir früher nicht in dieser Art bemerkt hatten. Sogar den Klavierklassiker erlebten wir gemeinsam noch einmal ganz neu. Voller Vorfreude erwarteten wir schließlich die abendliche Liveschaltung in die Heimat.

Ein gefeiertes Finale

Am Abend konnten wir uns schließlich erneut über einen ausverkauften Saal freuen. Das Publikum sparte auch diesmal nicht an Jubel: Beim Klavierkonzert wurde schon nach dem ersten Satz geklatscht, was für das anspruchsvolle Salzburger Publikum ein Zeichen des größten Respekts ist. Auf diese Weise gefeiert von den Salzburgern, wurde dieser letzte Abend zu einem Höhepunkt unseres gesamten Aufenthalts. Vor unserer abschließenden Zugabe bedankte sich Andrew Manze bei den Musikliebhabern herzlich für die Gastfreundschaft: "We have loved to be in Salzburg, we hope we can come back!"

Adieu Salzburg!

Noch von der Begeisterung der letzten Tage erfüllt, hieß es für uns am nächsten Morgen Abschied nehmen. Die Reise nach München verlief glatt, und wir konnten nach wenigen Stunden ins Flugzeug einsteigen. Auf in die Heimat!

Orchester und Chor