Stand: 20.12.2016 10:00 Uhr

Valentin Priebus

Instrument
Violoncello

Beim NDR Elbphilharmonie Orchester seit dem
1. April 2013

Biografisches

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Geboren 1985 als Sohn zweier Diplomsportlehrer und ausgestattet mit einem schwer zu stillenden Bewegungsdrang war in Valentin Priebus’ Jugend der Konflikt zwischen auf dem Hockeyplatz und an den Instrumenten (Klavier und Cello) verbrachter Zeit, zwischen den Interessen von Trainern und Lehrern in gewisser Weise vorprogrammiert. Über Jahre hielten sich die manchmal schwer zu vereinbaren Neigungen die Waage, bis er 2004 mit dem Team des RTHC Leverkusen im Viertelfinale aus dem Rennen um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft ausschied und dafür wenige Wochen später mit dem Cello einen Ersten Bundespreis bei "Jugend musiziert" erreichte.

Dennoch entschied sich Valentin Priebus zunächst gegen den Einstieg in einen künstlerischen Werdegang und zugunsten eines Studiums der Kultur- und Kommunikationswissenschaften an der Zeppelin Universität Friedrichshafen. Nach dem Bachelor (Thema der Abschlussarbeit: Transkulturelle Popmusik am Beispiel von Hiphop auf Kuba) bedurfte es nochmals einer Findungsphase, bis auf einer Rucksackreise am Strand von Belize der Entschluss gefasst wurde, dass es in puncto Lebensin- wie -unterhalt irgendwie doch etwas mit Musik werden solle (und zwar auf, nicht hinter der Bühne).

Fünf Studienjahre lernte Valentin Priebus fortan bei Prof. Stephan Forck an der Berliner HfM Hanns Eisler, ein Jahr davon als Stipendiat in der Ferenc-Fricsay-Akademie des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Er war Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie sowie des European Union Youth Orchestra und ist Erster Preisträger des Internationalen Cello-Wettbewerbs "Edmont Baert" in Brüssel.

Seit 2013 ist Valentin Priebus Mitglied im NDR Elbphilharmonie Orchester, außerdem ist er in verschiedenen Kammermusikensembles tätig. Mit dem Berolina Ensemble erhielt er 2014 für dessen Heinrich-Hofmann-Einspielungen den Echo Klassik. Nach annähernd einem Jahr Restauration ist nun auch Valentins Cello, ein Carlo Giuseppe Testore aus den frühen 1700ern, wieder bereit für Einsätze im Sinfonieorchester und kleineren Kreis. Dem Bewegungsdrang wird unterdessen in der Betriebssportgruppe Fußball des NDR Elbphilharmonie Orchesters sowie im Wind an Nord- und Ostsee Abhilfe verschafft.