Querflöte © panthermedia Foto: Krautberger

Kammermusik mit Horn und Flöte in der Elphi

Musikerinnen und Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchester bringen u.a. Kammermusik von Johannes Brahms, Bohuslav Martinů und Franz Doppler auf die Bühne des Kleinen Saals in der Elphi.

Di, 27.02.2024 | 19.30 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal (Platz der Deutschen Einheit 1)

Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters
Rodrigo Reichel Violine
Claudia Strenkert Horn
Jürgen Franz Flöte
Ulrike Payer Klavier

MÉLANIE BONIS
Scènes de la forêt
CHARLES KOECHLIN
Deux Nocturnes op.32
BOHUSLAV MARTINŮ
Sonate für Flöte, Violine und Klavier
JOHANNES BRAHMS
Waldhorn-Trio Es-Dur op. 40
FRANZ DOPPLER
Souvenir de Rigi op. 34

Programmheft In meinen Kalender eintragen

Alpenidylle

Die Rigi – ein berühmtes Bergmassiv am Vierwaldstätter See in der Schweiz, das der Komponist und Flötenvirtuose Franz Doppler wie viele andere selbst besucht hatte. Die Musik, Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, spiegelt die Naturidylle durch ruhige, aber sehr abwechslungsreiche Musik wider. Die Wahl der Instrumente – Horn, Flöte und Klavier – trägt dazu bei, dass der Zuhörer an das Alphorn und die Flöten der Schweizer Alphirten erinnert wird. 

Zu Ehren des Horns

Eng mit der Natur verbunden ist auch das Waldhorntrio Es-Dur von Johannes Brahms. Die Anfangsmelodie soll dem Komponisten während eines Waldspaziergangs 1865 bei Baden-Baden eingefallen sein. Wichtig war ihm, dass ein Naturhorn zum Einsatz kommt - und nicht das damals schon verbreitete Ventilhorn.

Szenen aus dem Wald

Das musikalische und kompositorische Talent von Melanie Bonis, 1858 in Paris geboren, wurde früh entdeckt und gefördert, was ab 1876 zu einem Studium am Pariser Conservatoire führte. Allerdings musste sie immer wieder dafür kämpfen, ihren Weg als Komponistin fortsetzen zu können. Die "Szenen aus dem Wald" stammen aus der späten Schaffenszeit der Komponistin, während der sie sehr zurückgezogen lebte.

Tänzerische Melodien

Bohuslav Martinů gehört längst zu den bekanntesten und etablierten Komponisten Tschechiens. Fünf Jahre nach dem Ersten Weltkrieg siedelte er nach Frankreich um, wo 1936 auch die Sonate für Flöte, Violine und Klavier entstand. In seinen Kompositionen sind auch während seiner Pariser Jahre immer wieder Bezüge zur tschechischen Volksmusik zu erkennen. Vor allem im ersten und dritten Satz der Sonate tragen fröhliche und tänzerische Elemente zur besonderen Atmosphäre des Stücks bei.

Orchester und Vokalensemble