Eine rot eingefärbte Karte zeigt die sechs Wahlkreise zur Bundestagswahl 2021 in Mecklenburg-Vorpommern: Alle Direktmandate haben SPD-Kandidaten gewonnen. © ndr Foto: ndr

Bundestagswahl: SPD siegt auch in MV

Stand: 27.09.2021 10:30 Uhr

Das vorläufige amtliche Endergebnis steht fest: Danach gewinnt die SPD die Bundestagswahl knapp mit 25,7 Prozent. Auch in Mecklenburg-Vorpommern stimmen mehr Wähler bei der Bundestagswahl für die SPD als für eine andere Partei.

Im Bund: die SPD vorn, knapp dahinter, mit 24,1 Prozent die CDU/CSU - ein Rekordtief. Die Grünen erringen das beste Ergebnis ihrer Geschichte und werden mit 14,8 drittstärkste Kraft. Die FDP verbessert sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutscht mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzt auf 4,9 Prozent - kann aber dank dreier Direktmandate dennoch in den Bundestag einziehen, über die so genannte Grundmandatsklausel. 8,7 Prozent der abgegebenen Stimmen gehen an andere Parteien.

CDU-Debakel bei Bundestagswahl in MV

Auch in Mecklenburg-Vorpommern haben sich bei der Bundestagswahl mehr Wähler für die SPD entschieden als für eine andere Partei. Nach Auszählung der Zweitstimmen in den Wahlkreisen kommen die Sozialdemokraten auf 29,1 Prozent. Dahinter liegt die AfD mit 18,0 Prozent. Die CDU landet bei 17,4 Prozent. Für die Christdemokraten, die 2017 im Nordosten 33,1 Prozent der Zweitstimmen holten, ist das wie bei der Landtagswahl ein Debakel. Die SPD kann sich dagegen freuen, dass sich ihr Stimmenanteil fast verdoppelt hat. Die Linke steht als viertstärkste Kraft bei 11,1 Prozent und muss demnach deutliche Verluste hinnehmen. Leichte Zuwächse erzielen bei der Bundestagswahl in Mecklenburg-Vorpommern FDP und Grüne. Die FDP kommt auf 8,2 Prozent, die Grünen auf 7,8 Prozent.

SPD gewinnt alle Wahlkreise in MV

Alle sechs Bundestagswahlkreise in Mecklenburg-Vorpommern gehen nach Ende der Auszählung der Erststimmen an die SPD-Direktkandidaten. Auch im Wahlkreis Vorpommern-Rügen/Vorpommern-Greifswald I, der seit 1990 von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewonnen wurde, kommt in diesem Jahr die SPD-Kandidatin Anna Kassautzki als Siegerin auf 24,3 Prozent der Stimmen. Der CDU-Kandidat Georg Günther erhielt 20,4 Prozent. Das sind 23,6 Prozentpunkte weniger als Merkel 2017 bekam. Günther lag aber noch knapp vor Leif-Erik Holm, dem Landesvorsitzenden der AfD, der auf 19,9 Prozent der Erststimmen kam.

Amthor (CDU) verliert sein Direktmandat

Vor vier Jahren hatte die CDU noch alle sechs Wahlkreise in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Diesmal verpasste auch Philipp Amthor den direkten Sprung in den Bundestag. Mit 20,7 Prozent landete er auf dem dritten Platz und verlor seinen Wahlkreis an den SPD-Politiker Erik von Malottki. Malottki bekam 24,8 Prozent und blieb damit knapp vor Enrico Komning (AfD), der 24,3 Prozent erreichte. 2017 hatte der damals 24-jährige Amthor das Direktmandat mit 31,2 Prozent gewonnen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 26.09.2021 | 18:03 Uhr

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