Der Schwalbenschwanz gehört zur Familie der Ritterfalter und ist einer der eindrucksvollsten Falter. © U. Steinhäuser Foto: U. Steinhäuser

Wo ist der Schwalbenschwanz? LUNG bittet um Hilfe

Stand: 25.04.2023 15:07 Uhr

Der farbenprächtige Schwalbenschwanz gehört zu den eindrucksvollsten Tagfaltern in unserem Land. Doch gleichzeitig zählt er zu den gefährdeten Arten. Um den Bestand überprüfen zu können, bittet das LUNG Beobachtungen zu melden.

Wer in den kommenden Tagen in die Natur fährt, sollte ganz genau hinschauen: Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern - kurz LUNG - ist auf der Suche nach dem Schwalbenschwanz. Nach einem Populationstief in den 70/80er-Jahren hat sich die Zahl der Falter wieder erholt, er gehört heute dennoch in Mecklenburg-Vorpommern zu den gefährdeten Arten.

Markante Farben zeichnen den Falter aus

Zwischen Mitte April und September fliegt der Schwalbenschwanz auf blütenreichen Wiesen und Magerrasen. Sehr gern besucht er auch blumenreiche Gärten. Der bis zu acht Zentimeter große Falter ist an seiner markanten schwarz-gelben Flügelzeichnung leicht zu erkennen. Die Hinterflügel ziert ein blauer Streifen mit je einem roten Fleck. Seine kurz abstehenden, schwarzen "Schwänzchen" an den Innenseiten der Hinterflügel trugen zur Namensgebung bei.

Mithilfe beim Artenschutz

"Die wichtigsten Voraussetzungen für den Schutz unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt sind gesicherte und zugängliche Informationen über bestehende Arten und deren Vorkommen", sagt Ute Hennings, Direktorin des LUNG. Doch nicht nur die ausgewachsenen Falter stehen unter Beobachtung, auch die Raupen. Diese sind zunächst grauschwarz und hell gefleckt und sehen aus wie Vogelkot. Nach jeder weiteren Häutung entfalten die Raupen mehr und mehr eine grüne Grundfärbung, auf der sich ein Muster aus schwarzen, orange-rot punktierten Querstreifen befindet. Bevorzugt für die Eiablage sind Doldenblütler, wie Möhren, Dill oder Fenchel, welche als Wirtspflanze für die Raupen dienen.

Beobachtungen werden registriert

Über das LUNG Meldeportal können Naturliebhaber und Beobachter, wenn möglich mit Foto, ihre Daten hinterlegen. Die Beobachtungen werden in regelmäßigen Abständen in die Artendatenbank des Landes Mecklenburg-Vorpommern übernommen und stünden somit den Naturschutzverwaltungen zur Verfügung, so Ute Hennings vom LUNG. Alle Informationen zum Schwalbenschwanz sowie der Zugang zum Meldeportal finden Sie auf der Webseite des LUNG MV.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 25.04.2023 | 19:00 Uhr

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