Anschlüsse der Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe. Im Hintergrund die Bordwand der AIDAsol.

Kreuzfahrtschiff testet Landstromanlage in Warnemünde erneut

Stand: 08.05.2021 18:09 Uhr

Das Kreuzfahrtschiff "AIDAsol" hat am Sonnabend erneut am neuen Kreuzfahrtterminal in Rostock-Warnemünde angelegt. Die neue Landstromanlage dort wird noch einmal getestet, bevor sie am Montag in Betrieb genommen wird.

Am Nachmittag lief das Kreuzfahrtschiff "AIDAsol" zum zweiten Mal in dieser Saison Rostock-Warnemünde an. Grund waren letzte Tests und die finale Abnahme der neuen Landstromanlage durch das Hafen- und Seemannsamt. Es ist die derzeit größte Landstromanlage in Europa. Am Montag wird sie im Rahmen der 12. Nationalen Maritimen Konferenz offiziell in Betrieb genommen.

Mehr Umwelt- und Klimaschutz

Im September 2018 hatten das Unternehmen AIDA Cruises gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Rostock und dem Rostocker Hafen beschlossen, den Kreuzfahrttourismus ein Stück weit umwelt- und klimafreundlicher zu gestalten. "Damit leisten wir einen Beitrag, die Meere und die Schifffahrt sauberer zu machen", teilte der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) mit. "Weitere Schritte werden folgen, denn wir wollen als 'grünes Tor zur Ostsee' auch ein Energie-Hafen sein, der vor allem mit Nachhaltigkeit punkten kann", so das Stadtoberhaupt.

19 Millionen Euro investiert

Die Landstromanlage kann den Angaben zufolge bis zu 20 Megavoltampere elektrische Energie liefern, mit der zwei Schiffe am Passagierkai versorgt werden können. Wenn die ansonsten mit Diesel betriebene Stromversorgung vom Bordnetz genommen wird, verringert sich der Ausstoß schädlicher Abgase. In die Anlage wurden 19 Millionen Euro investiert. Die "AIDAsol" wird am kommenden Mittwoch Kurs auf Kiel nehmen, um auch dort eine neue Landstromanlage zu testen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 08.05.2021 | 10:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern

Hände tippen etwas auf einer Computertastatur. © photocase.de Foto: PolaRocket

Hassbotschaften im Internet - ignorieren oder verfolgen?

MV-Innenminister Torsten Renz fordert klare Identität im Internet, um Hatespeech zu vermeiden und mögliche Täter zu überführen. mehr