Sendedatum: 14.01.2012 19:20 Uhr  | Archiv

Sparzwang mit Folgen - Neuausrichtung der US-Verteidigungspolitik

US-Präsident Barack Obama stellt im Pentagon bei einer Presskonferenz am 5. Januar 2012 die Neuausrichtung der US-Verteidigungspolitik vor. © dpa bildfunk Foto: Shwan Thew
Obama erläutert im Pentagon die neue US-Verteidigungspolitik.

Die USA müssen in den nächsten zehn Jahren im Verteidigungs- haushalt rund 500 Milliarden Dollar einsparen. Dies wird für die Streitkräfte Folgen haben. Ihr Umfang wird reduziert, es wird Einschnitte bei den geplanten Rüstungsvorhaben geben.

Angesichts der Sparzwänge hat Washington eine Neuausrichtung seiner Verteidigungspolitik angekündigt. Am 5. Januar wurde die Defense Strategic Guidance vorgelegt.

US-Präsident Barack Obama stellt im Pentagon bei einer Presskonferenz am 5. Januar 2012 die Neuausrichtung der US-Verteidigungspolitik vor. © dpa bildfunk Foto: Shwan Thew
Obama bekräftigt, dass die US-Streitkräfte weiterhin die modernsten der Welt sein werden.

Präsident Obama machte klar, dass sich Größe und Struktur der US-Streitkräfte an die Strategie angepassen müssen und nicht umgekehrt. Der Verteidigungs- haushalt werde aber immer noch größer sein als der Etat gegen Ende Ende der Regierung Bush. Die Rede können Sie hier in deutscher Übersetzung nachlesen.

Pentagon-Chef Leon Panetta bei einer Pressekonferenz am 5. Januar 2012 im Pentagon. © dpa picture alliance Foto: GREG E. MATHIESON, SR.
Panetta muss künftig mit 500 Milliarden Dollar weniger auskommen.

Nach der Obama-Rede erläuterten Verteidigungsminister Panetta und Generalstabschef Dempsey die Neuausrichtung der  US-Verteidi- gungspolitik. Panetta wies darauf hin, dass demographische, geopolitische sowie ökonomische und militärische Trends sich in den pazifischen Raum verlagert haben. Aus dieser Region würden künftig die strategischen Herausforderungen der Zukunft kommen. Die Erläuterungen von Panetta und Dempsey können Sie hier nachlesen.

Reaktion der NATO

NATO Hauptquartier in Brüssel © picture alliance/Wiktor Dabkowski
Die NATO hat kein Problem mit der Neuausrichtung der US-Verteidigungspolitik.

Auch die NATO muss sparen. NATO- Generalsekretär Rasmussen spricht in diesem Zusammenhang gerne von Smart Defense. Obwohl sich die USA künftig stärker auf den pazifischen Raum konzentrien wollen befürchtet der Däne keine negativen Auswirkungen auf Europa. Die angekündigte US-Neuausrichtung stehe durchaus im Einklang mit dem im November 2010 verabschiedeten neuen Strategischen Konzept der NATO.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Streitkräfte und Strategien | 14.01.2012 | 19:20 Uhr