Stand: 03.06.2016 17:18 Uhr  | Archiv

Warum jucken Mückenstiche?

Ein Junge mit gehobenem Zeigefinger steht vor einer Tafel, an der ein Foto haftet: Mückenstich © Fotolia.com Foto: Junge vor Tafel: photophonie, Foto: Peter Heimpel
Oh nein! Schon ist es passiert: Die Mücke hat zugestochen!

"Ich werde meistens im Wald gestochen", sagt Jonas und spricht von Mücken! Immer, wenn es warm ist, kommen die Mücken in Scharen. Besonders abends und in der Nähe von Teichen oder anderen Gewässern fliegen sie herum und stechen uns. "Dann schwellt das immer so ganz dolle an. Und dann hab ich auch immer so eine ganz dicke Hand zum Beispiel, wenn ich da gestochen wurde. Das juckt auch immer so sehr", sagt Johanna. Und Laura erzählt, dass sie auch häufig ins Gesicht gestochen wird. Das ist natürlich nervig, weil das auch doof aussieht und wahnsinnig doll jucken kann. Moritz hat es schon mal besonders schlimm erwischt: "Ich habe es auch schon mal erlebt, dass ich über Nacht 20 Mückenstiche bekommen habe. Und wenn man dann an einem Mückenstich juckt, dann kann der sich auch entzünden und dann wird das ganz schlimm." Meistens ist der Bereich um den Stich rot und dick. Und wenn man zu sehr kratzt, kann die Stelle auch bluten.

Mücken spucken in unser Blut!

Um zu erklären, warum Mückenstiche jucken, muss man wissen, dass die Mücke uns ja sticht, weil sie uns etwas Blut aussaugen möchte. Und das geht nur mit einem speziellen Trick. Denn unser Blut versucht zu gerinnen, sobald es an die Luft kommt, also fest zu werden, sagt Biologielehrerin Laura Perschke: "Die Mücke kann das geronnene Blut mit ihrem Rüssel ja nicht aufnehmen. Dann würde der Rüssel ja verstopfen. Und deswegen hat sie einen ganz genialen Trick und spuckt in unser Blut!" Durch diesen Speichel der Mücke wird unser Blut nicht fest und die Mücke kann etwas heraus saugen. "Aber wenn der Speichel von der Mücke bei uns ins Blut kommt, sagt unser Immunsystem, da sind irgendwelche Fremdkörper bei uns im Blut, und schmeißt unser Immunsystem an. Und das bewirkt eben, dass es juckt und anschwillt und rot wird. Denn dann wird so ein Botenstoff ausgestoßen, der uns sagt, wir müssen dagegen etwas tun - also kratzen", sagt Laura Perschke.

Finger weg vom Mückenstich!

Dieser Botenstoff sorgt dann also dafür, dass wir uns unbedingt kratzen wollen. Durch das kratzen verteilen wir den Botenstoff aber nur noch mehr unter unserer Haut und es juckt in einem immer größeren Gebiet, sagt Laura Perschke: "Und deswegen wird dann die Wunde immer noch größer und größer. Also nicht kratzen! Da muss man sich ganz, ganz doll zusammenreißen!" Denn es helfen auch andere Mittel gegen das schlimme Jucken: Karolin hat zum Beispiel eine Salbe, die gegen das jucken hilft und kühlt. Und Maja sagt: "Ich kühl meistens die Mückenstiche. Dann hören sie auch irgendwann auf zu jucken und gehen weg."

Bild für Podcast "Mikado macht schlau" © NDR
AUDIO: Warum jucken Mückenstiche? (4 Min)

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NDR Info | 26.06.2016 | 08:05 Uhr