Stand: 11.02.2013 17:47 Uhr Archiv

Der Wombat

von Aline König
Wombat © fotolia Foto: Jakub Krechowicz, matamu, Marco Tomasini
Diese niedlichen Tierchen leben am anderen Ende der Welt!

Ein propperes Kerlchen

Wombats gibt es nur in Australien. Sie sehen aus wie kleine Bären, können ungefähr einen Meter lang und bis zu 40 Kilo schwer werden. Sie sind also relativ dick. Außerdem haben sie kurze Beinchen und einen großen Kopf. Alles in allem könnte man sagen, dass Wombats ein wenig plump aussehen. Deshalb werden sie wohl auch "Plumpbeutler" genannt.

Eine eingebaute Baby-Tasche - wie praktisch!

In dieser Bezeichnung steckt allerdings auch das Wort "Beutel" drin. Denn Wombats sind - genau wie Kängurus - Beuteltiere. Das bedeutet, dass sie vorne am Bauch eine Hauttasche haben. In diese Tasche kriechen die Babys von Beuteltieren hinein, wenn sie noch ganz, ganz winzig sind. Ein Baby-Wombat ist gerade mal so groß wie ein Reiskorn, wenn es aus dem Bauch der Mutter kommt. Es sieht auch fast aus wie ein Reiskorn, nur in rosa. Die einzigen Dinge, die man schon direkt nach der Geburt erkennen kann, sind das Maul und die Vorderfüßchen.

Wenn Reiskörner auf Reisen gehen...

Die braucht das Junge nämlich, weil es nach der Geburt vom Geburtskanal bis in den Beutel selbständig kriechen muss. Das sind zwar nur ein paar Zentimeter, aber für so ein kleines Würmchen ist das eine weite, anstrengende Strecke! Wenn sich der Baby-Wombat bis in den Beutel der Mutter gekämpft hat, sucht er sofort die Zitzen, da kommt nämlich die Milch aus, und saugt sich daran fest. Das nächste halbe Jahr verbringt das Kleine dann im Beutel. Erst dann ist es groß genug und traut sich zum ersten Mal nach draußen.

So bleibt der Mini-Wombat sauber:

Anders als beim Känguru ist der Beutel beim Wombat nach unten geöffnet. Beim Känguru würde das Baby so herausfallen. Aber der Wombat läuft ja nicht aufrecht, sondern auf allen Vieren. Die Kleinen bleiben also auch schön im Beutel drin, wenn die Mutter durch die  Gegend rast. Der Beutel ist bei Wombats deshalb nach unten geöffnet, weil sie total gerne im Dreck wühlen. Sie schlafen nämlich in unterirdischen Höhlen und die müssen sie sich erst mal graben. Wäre der Beutel nach oben geöffnet, bekämen die Babys beim Höhlenbau ständig eine Ladung Sand und Dreck ab.

Das Hinterteil als Allzweckwaffe

Die einzigen Feinde der Wombats sind Dingos, australische Wildhunde. Gegen die haben die Wombats allerdings einen lustigen Trick parat: Sie haben einen ziemlich dicken Po, der zusätzlich mit Knorpel und Knochen verstärkt ist.  Wenn sie sich bedroht fühlen, dann schlüpfen sie einfach vorwärts in den Eingang ihrer Höhle und verschließen die Öffnung mit ihrem Hinterteil. Dem dicken, harten Wombat-Po kann selbst ein  Dingo nichts anhaben. Selbst wenn er reinbeißt, passiert dem Wombat nichts, außer dass es ihm ein bisschen weh tut.

Der  Wombat - ein australisches Original mit gepanzertem Hinterteil. Ein ganz schön verrücktes Viech!

AUDIO: Hört mal rein: Der Wombat (2 Min)

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Mikado | 17.02.2013 | 08:05 Uhr

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