Sendedatum: 05.05.2013 17:30 Uhr  | Archiv

Pionierinnen der Lüfte

Pionierinnen der Lüfte
Eine Sendung von Katja Weise

Elly Beinhorn in den 30er Jahren © dpa-Fotoreport
Die 1907 in Hannover geborene Elly Beinhorn flog nach Australien, nach Afrika, Südamerika, flog über die Wüsten, Meere, über die Anden, im Himalaja. Sie wurde gefeiert, wo immer sie hinkam.

Die Französin Elise Deroche war die erste, die 1910 den Pilotenschein erwarb und alleine ein Flugzeug steuerte. Bald folgten andere, wie die Deutschen Elly Beinhorn, Marga von Etzdorf, Hanna Reitsch und Melitta von Stauffenberg. Sie waren intelligente, abenteuerlustige und mutige Frauen, die über den Wolken die Freiheit suchten - auch von gesellschaftlichen Konventionen. Beim Fliegen waren sie den Männern ebenbürtig und oftmals sogar waghalsiger als diese.

Eine weibliche Stimme aus dem Cockpit

Heute scheint Fliegen für beide Geschlechter zur Selbstverständlichkeit geworden zu sein. Und doch gibt es unter den Piloten immer noch deutlich weniger Frauen als Männer. Wenn eine weibliche Stimme aus dem Cockpit dringt, sind die Passagiere nach wie vor erstaunt, und die erste Frau, die den Airbus 380 fliegen durfte, wurde von den Medien regelrecht gefeiert.

Pilotin Riccarda Tammerle sitzt im Cockpit des Jumbo 747-8, nach dem Airbus das größte Passagierflugzeug, sie meint: "Wenn ich mal eine Ansage mache, kommt manchmal eine Flugbegleiterin vorne ins Cockpit und sagt: Als du deine Ansage gemacht hast, haben Passagiere kurz hochgeguckt - aber das war´s dann auch schon wieder."

Sind diese modernen "Pionierinnen der Lüfte" also immer noch etwas Besonderes? Oder wollen sie einfach nur ihren Job machen - egal ob in der zivilen Luftfahrt oder bei der Bundeswehr?

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | | 05.05.2013 | 17:30 Uhr

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