Fünfteiliger Podcast: Surfology

Unterschiedlich farbige Surfbretter liegen im Sand. © NDR/Jan Klette Foto: Jan Klette
Der Mensch, die Welle, das Brett. Allein auf dem Meer verschafft ein Wellenritt einen süchtig machenden Nervenkitzel. Dabei geht es auch um die Überwindung der Angst.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio wäre das Wellenreiten im Jahr 2020 erstmals dabei gewesen. Corona-bedingt wurde diese Weltpremiere verschoben. Die Adelung zur olympischen Disziplin ist Anlass für NDR Info, sich in einem mehrteiligen Themenschwerpunkt mit dieser Sportart in all ihren Facetten zu beschäftigen. Denn Wellenreiten, wenn man es kann, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialem Status macht vor allem eins: glücklich. Auch davon handeln unsere Sendungen.

Auf Hawaii, wo man den Ursprung des heutigen Wellenreitens vermutet, existiert zwar keine schriftliche Geschichtsschreibung. Aber es gibt Gesänge und Gedichte, in denen es etwa heißt:

"Die Haut des Surfers ist glitschig
Nur der Beste der Besten schält sich trocken aus der Brandung
Umgeben vom fedrig fliegendem Sprüh des Wellenritts
Nun hast du großartigen Surf gesehen in Puna und Hilo!"

Mit Befremden beschrieben die weißen Seefahrer das Gebaren der Einwohner der Hawaiianischen Inseln. So ein Wellenritt war für die Weltumsegler eher mit Schrecken denn mit Freude verbunden. Mutig versuchten manche es dennoch. Unter anderem der Schriftsteller Mark Twain:

In der Folge habe ich selber versucht mal eine Welle zu reiten, aber gelungen ist es mir nicht. Ich setzte das Brett richtig an und auch im richtigen Moment, verpasste aber den Anschluss. In einer Dreiviertelsekunde schlug das Brett an Land, doch ohne jede Fracht, und ungefähr in derselben Zeit schlug ich auf Grund, allerdings mit ein paar Fässern Wasser in mir drin. Mark Twain

Wie verändert sich der Sport? Welche Philosophie steckt dahinter? Juliane Stadelmann trifft Mathematiker, Anthropologinnen, Umweltforscher, lässige Sylter Jungs und Betreiberinnen künstlicher Wellen. In einem Feature und einer fünfteiligen Podcast-Serie erforscht sie den Sport in einer Mischung aus Liebeserklärung und kritischem Hinterfragen. Für Juliane Stadelmann ist Surfen eine Leidenschaft. Ein Sport, der neue Räume öffnet und dem eigenen Körper neue Bewegungsformen ermöglicht.

Surfology – oder Bretter, die die Welt bedeuten

Podcast-Serie von Juliane Stadelmann

Mitwirkende: Juliane Stadelmann, Mohamed Achour, Sonja Beißwenger, Sebastian Jakob Doppelbauer, Torben Kessler, Amelle Schwerk, Hajo Tuschy
Regie: Eva Solloch
Musik: Lukas Rabe
Technische Realisation: Markus Freund und Corinna Kammerer
Produktion: NDR 2020

Verfügbar bis 01.03.2022

Weitere Informationen
Sandra Hoffmann beim Wellenreiten. © BR/Sandra Hoffmann Foto: Sandra Hoffmann

Aloha, Alter

Kaum ein Sport hat ein so junges Image. Doch die Autorin hat erst spät zu surfen begonnen. Und sie ist nicht allein! mehr