Stand: 14.05.2019 07:38 Uhr

Ziemiak: Arbeitszeiten klug regeln

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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak plädiert bei der Erfassung der Arbeitszeit für eine "kluge Lösung".

Nicht nur die Überstunden, sondern die ganze Arbeitszeit muss erfasst werden: Der Europäische Gerichtshof verpflichtet Unternehmen und Behörden dazu in seinem neuen Urteil. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Entscheidung zügig umsetzen. Dabei dürfe aber nicht die Flexibilität aus dem Blick verloren werden, fordert CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak.

Home Office und Teilzeit

"Wir brauchen da eine kluge Lösung, denn auf der einen Seite wollen wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen, dass ihre Arbeitszeit erfasst und niemand ausgebeutet wird. Auf der anderen Seite gibt es einen Wunsch nach flexiblen Rahmenbedingungen bei der Arbeit", sagte Ziemiak auf NDR Info. Es müsse etwa die Möglichkeit geben, von zu Hause aus zu arbeiten. Außerdem solle der Gesetzgeber großzügig bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein oder wenn Menschen in Teilzeit arbeiten wollten, sagte der CDU-Generalsekretär.

Bessere Absicherung von Paketzustellern

Die Große Koalition hatte sich außerdem in ihrem gemeinsamen Ausschuss darauf verständigt, Paketzusteller besser abzusichern. So sollen große Dienste in Zukunft in die Pflicht genommen werden, wenn ihre Subunternehmer keine Sozialabgaben für die Zusteller entrichten. Ziemiak begrüßte die Einigung seiner Partei mit CSU und SPD. Der Kompromiss beinhaltet auch, dass an anderer Stelle Unternehmen entlastet werden sollen. Dazu werde es bald Vorschläge aus den verschiedenen Ministerien geben, so Ziemiak.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 13.05.2019 | 07:38 Uhr