Stand: 24.05.2019 10:50 Uhr

Keller: Bessere Zusammenarbeit beim Klimaschutz

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Die Zusammenarbeit beim Thema Klimaschutz hält Ska Keller für existenziell wichtig.

Die Spitzenkandidatin der europäischen Grünen für die Europawahl am Sonntag, Ska Keller, hat sich auf NDR Info für eine bessere Zusammenarbeit auf EU-Ebene beim Thema Klimaschutz ausgesprochen. Das Thema dürfe nicht auf später vertagt werden. Die Europäische Union müsse jetzt handeln. Als Beispiele nannte die Grünen-Politikerin die Einführung einer Kerosin-Steuer, die Bepreisung von CO2 und den Aufbau eines europäisches Nachtzügenetzes. Ihre Partei wolle versuchen, mehr Einfluss auf die europäische Gesetzgebung zu nehmen. Europa brauche eine starke Stimme für Klimaschutz, sozialen Zusammenhalt und Bürgerrechte.

Ska Keller © Dominik Butzmann Foto: Dominik Butzmann

Keller: "Keine Kompromisse mit dem Klima"

NDR Info - Aktuell -

Von der Europawahl müsse das starke Signal ausgehen, dass es im Klimaschutz nicht so weiter geht - das sagte die Grünen-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Ska Keller, auf NDR Info.

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"Klima macht nicht an der Grenze Halt"

Die Grünen können laut Umfragen bei der Wahl am Sonntag zumindest in Deutschland mit einem Rekordergebnis rechnen. Und eine erste Prognose in den Niederlanden zeigt, dass die Grünen auch dort zugelegt haben. "Jeder einzelne Abgeordnete macht einen großen Unterschied", sagte Keller dazu. Sie hatte die Europawahl bereits vorweg als Klimawahl bezeichnet.

Im NDR Info Interview betonte sie, wie wichtig die Zusammenarbeit bei diesem Thema auf der europäischen Ebene sei. Schließlich mache das Klima nicht an der Grenze Halt. Gerade weil Frankreich, aber auch die deutsche Bundesregierung bei ökologischen Vorhaben immer auf der Bremse stehen würden, bräuchte es jetzt ein starkes Signal, dass es nicht so weitergehe.

Neuer EU-Kommissionspräsident muss konkret werden

Nach der Europawahl beginnt die Suche nach einem Nachfolger für EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Um den Posten bewerben sich unter anderem der Spitzenkandidat der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, sowie Frans Timmermans von Europas Sozialdemokraten.

Die Grünen-Spitzenkandidatin Keller ließ auf NDR Info offen, ob ihre Partei Weber mittragen werde. Mit Blick auf einen Juncker-Nachfolger sagte sie, ihre Partei könne nur jemanden unterstützen, der Klimaschutz ganz nach vorn stelle: "Da wollen wir ganz konkrete Vorschläge sehen." Weber und die anderen Kandidaten hätten sich noch nicht mit Aktionismus und Vorschlägen überschlagen, so Keller. "Uns geht es ganz klar um die Inhalte", stellte sie klar.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 24.05.2019 | 07:20 Uhr