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Ist der Wald Medizin?

Montag, 06. November 2017, 21:00 bis 21:45 Uhr

Die Deutschen lieben den Wald. Als grüne Lunge, Erholungsgebiet und Holzlieferant kommt dem Wald eine ganz besondere Rolle zu. Doch er ist noch viel mehr: eine verborgene Welt. Das sagt zumindest Deutschlands berühmtester Förster Peter Wohlleben. Bäume, so glaubt er, haben ein Gedächtnis und Gefühle. Sie leben im Familienverbund, schließen Freundschaften und tauschen sogar Botschaften miteinander aus.

Förster Peter Wohlleben © NDR/Labo M GmbH
Deutschlands berühmtester Förster Peter Wohlleben ist überzeugt: Bäume helfen sich untereinander.

Der Wald ist nicht nur schön, er tut dem Menschen gut. Ein Spaziergang im Forst ist wohltuend für Körper und Seele, das spürt man intuitiv. Doch nun ist es sogar wissenschaftlich belegt. Der Wald soll heilende Kräfte haben. Bei einem Waldspaziergang sinkt der Blutdruck, das Immunsystem wird gestärkt, der Stress verringert.

Der österreichische Biologe Clemens Arvay beschäftigt sich seit Jahren mit der Heilkraft der Bäume und hat internationale Forschungsergebnisse zusammengetragen. Darunter ist eine Studie, die belegt, dass allein der Anblick von einem Baum die Genesung fördert. Das ist schon so, wenn man vom Krankenhausbett auf einen Baum schauen kann.

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Wald © Labo M GmbH

Wissenswertes rund um die Heilkraft des Waldes

Forscher auf der ganzen Welt beginnen gerade erst zu verstehen, warum der Wald den Menschen guttut. Fest steht, dass Waldluft Stoffe enthält, die gesund sind. mehr

Tim Berendonk auf Rügen

Plietsch Reporter Tim Berendonk begibt sich in die berühmten Buchenwälder auf Rügen. Im Nationalpark Jasmund steigt er auf einen der höchsten Baumwipfelpfade Deutschlands. Aus einer Höhe von 40 Metern bietet sich ihm ein einzigartiges Panorama auf den Rügener Wald, in dem zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten leben.

Wie gesundheitsfördernd ist der Aufenthalt im Wald? Wie fühlt es sich an, barfuß durch den Wald zu gehen? Und senkt schon der kurze Aufenthalt nachweislich das Stressniveau von Tim?

Gegen jedes Zipperlein ist ein Kraut gewachsen

Die heilenden Kräfte einiger Waldpflanzen sind seit Jahrhunderten bekannt. Der Biologe Markus Strauß sagt, dass gegen jedes Zipperlein ein Kraut gewachsen ist. Welche Pflanze hilft gegen welche Beschwerden? Und wie lassen sich Kräuter und Pflanzen am besten verarbeiten?

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Aus dem Blick vom Wasser sieht man die von der Sonne angeleuchteten Kreideklippen vom Nationalpark Jasmund. © NDR Foto: Peter Heydemann

Jasmund: Rügens Nationalpark aus Kreide und Wald

Im Nordosten der Insel Rügen liegt Deutschlands kleinster Nationalpark. Seine Buchenwälder gehören zum Weltnaturerbe. mehr

Spaziergänger laufen durch einen Buchenwald im Nationalpark Jasmund. © dpa/Picture Alliance Foto: Jens Büttner

Grünes Welterbe: Norddeutsche Buchenwälder

Die urwaldähnlichen Wälder an der Müritz und auf Rügen sind etwas ganz Besonderes: Sie zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe. mehr

Lindenblüten © fotolia.com Foto: Annett Seidler

Heilpflanzen aus dem Wald zubereiten

Essbare Pflanzen aus dem Wald können Beschwerden lindern. Welche Blätter, Wurzeln und Kräuter haben heilsame Wirkung? mehr

Spaziergänger laufen durch einen Buchenwald im Nationalpark Jasmund. © dpa/Picture Alliance Foto: Jens Büttner

Den Lebensraum Wald entdecken

Mächtige Bäume, scheue Tiere: Wälder sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern haben auch eine heilende Wirkung auf den Menschen. Tipps für schöne Naturerlebnisse im Norden. mehr

Redaktion
Meike Neumann
Annette Plomin
Produktionsleiter/in
Jost Nolting

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