NDR WissensCheck

Schlaf

Montag, 30. April 2018, 21:00 bis 21:45 Uhr
Mittwoch, 02. Mai 2018, 06:35 bis 07:20 Uhr
Donnerstag, 03. Mai 2018, 01:30 bis 02:30 Uhr

Erholsame acht Stunden Schlaf die Nacht - davon können viele Menschen nur noch träumen. Ständige Erreichbarkeit, steigende Belastungen in Job und Familie, Schichtdienst: Der hektische Alltag hält den Menschen immer häufiger nachts wach. Rund 80 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schlafen schlecht. Und das kann ernste Folgen für die Gesundheit haben: Bei chronischem Schlafmangel erhöht sich das Risiko für Herzerkrankungen, Übergewicht und sogar Demenz. Was kann man tun, um das zu verhindern?

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Wie schläft Norddeutschland? Tim Berendonk hat nachgefragt - natürlich im Bett!

NDR WissensCheck Moderator Tim Berendonk erfährt am eigenen Leib, wie sich Schlaflosigkeit anfühlt. Eine ganze Nacht lang begleitet er Schichtarbeiter auf dem Großmarkt in Bremen. Welche Auswirkungen hat eine Nacht ohne Schlaf? Ein Schlafmediziner checkt am Ende der Nachtschicht, wie sich der Schlafmangel auf Tims Reaktionsfähigkeit auswirkt.

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Die häufigsten Ursachen für Schlafprobleme

Laut der Studie einer Krankenkasse haben 80 Prozent der Arbeitnehmer Schlafstörungen. Ursache ist oft Stress, innere Unruhe, viele können nicht abschalten. Private Probleme, Ängste, eine ungewisse Lebenssituation - das kann den Schlaf rauben. Manchmal sind organische Ursachen und körperliche Erkrankungen der Grund. Aber auch Schichtarbeiter leiden häufig unter Schlaflosigkeit, weil sie gegen ihre innere Uhr leben. Manchmal ist es nur eine schlechte Matratze oder die Straßenlampe vor dem Schlafzimmerfenster. Gelegentliche Schlafstörungen kennt jeder. Aber wenn die Schlafstörungen länger anhalten, ist ein Arztbesuch ratsam.

Warum ist Schlaf so wichtig?

Zwar wissen wir noch nicht genau, warum wir schlafen, aber eins ist klar: Schlaf ist überlebenswichtig. In der Nacht ist der Körper zwar äußerlich ruhig, aber innerlich hochaktiv. Im Körper laufen Regenerationsprozesse ab, Zellen erneuern sich, Wunden heilen. Schlaf stärkt das Immunsystem und macht uns weniger anfällig für Krankheiten. Chronischer Schlafmangel kann langfristig das Risiko für Demenz, Parkinson und andere Erkrankungen erhöhen. Schlaf ist auch für das Gehirn wichtig, denn es verarbeitet nachts Informationen und ordnet sie nach Wichtigkeit. Das Gedächtnis bildet sich. Erlerntes wird gefestigt.

"Lerche" oder "Eule"?

Jeder Mensch hat seinen eigenen Schlafrhythmus. Es gibt Frühaufsteher, die "Lerchen", und Spättypen, die "Eulen". Doch die meisten können darauf im Alltag keine Rücksicht nehmen. Arbeit und Schule beginnen für viele einfach zu früh. Doch den Alltag zum Beispiel in einer Schule nach dem Biorhythmus der Schüler auszurichten, ist kaum durchsetzbar. Der NDR WissensCheck besucht eine Schule, die damit Erfahrungen gesammelt hat. Weil ein früherer Schulbeginn nicht möglich war, experimentiert man hier mit Tageslichtlampen. Blaues Licht macht uns wacher. Und da gilt für uns alle: Wer am Tag viel Tageslicht tankt, schläft nachts auch besser und ist dann auch ausgeschlafener.

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