Kulturjournal

Montag, 28. Oktober 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr

Julia Westlake

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"Schaden in der Oberleitung": Buch rechnet mit Deutscher Bahn ab

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05:37

Arno Luik: "Schaden in der Oberleitung - Das geplante Desaster der Deutschen Bahn"

Unpünktlich, überfüllt oder nicht in Betrieb. Die Bahn hat sich auf Entwicklungsland-Niveau runtergewirtschaftet, sagt Arno Liuk in seinem provokanten Buch: "Schaden in der Oberleitung". Video (05:37 min)

Unpünktlich, überfüllt oder gar nicht mehr in Betrieb. Innerhalb von 25 Jahren wirtschaftete die Deutsche Bahn sich vom internationalen Vorbild in Sachen Pünktlichkeit und Schuldenfreiheit zu einem Bahnbetrieb auf Entwicklungsland-Niveau runter. Das zumindest sagt Arno Luik, Autor des Buches "Schaden in der Oberleitung - Das geplante Desaster der Deutschen Bahn". Luik ist skeptisch: Selbst die neuen Finanzspritzen des Bundes werden die Deutsche Bahn nicht retten können, wenn sie weiter arbeitet wie bisher. Wie konnte es so weit kommen? Und was muss passieren, damit die Bahn doch noch zum Klimaretter wird?

Mario Adorfs Leben: Kinofilm über den Schauspielstar

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Mario Adorf: "Es hätte schlimmer kommen können"

Schon früh träumte er von einer Schauspiel-Karriere. Doch sein Start war damals alles andere als leicht. Im Film "Es hätte schlimmer kommen können" erzählt Mario Adorf von seinem Leben. Video (03:20 min)

Wie er wurde, was er ist, was ihn bewegt, geprägt und manchmal auch gebeutelt hat, das erzählt Mario Adorf in Dominik Wesselys Film "Es hätte schlimmer kommen können". 1930 in Zürich geboren, wuchs er bei seiner alleinerziehenden Mutter in der Eifel auf. Dem Vater, einem Italiener, ist er nur einmal begegnet. Schon früh träumte er von einer Karriere als Schauspieler. Bei der Aufnahmeprüfung an der Münchner Falckenberg-Schule fiel er allerdings erst einmal in den Orchestergraben. Heute ist er einer der großen deutschen Stars mit legendären Rollen in rund 200 Kino- und Fernsehproduktionen. Unvergessen seine Figuren in "Winnetou", in Fassbinders "Lola" oder Schlöndorffs "Blechtrommel", als "großer Bellheim", in "Kir Royal" oder als alter Karl Marx.

Von Beyoncé bis Leonardo da Vinci: Ikonen aller Art in der Kunsthalle Bremen

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Ein Haus voller Ikonen in Bremen

Was und warum beten wir etwas an? Die Ausstellung "Ikonen" in Bremen zeigt Werke von Jeff Koons über Van Gogh bis Marina Abramovic. Eine Schau mit vielen Momenten zum Innehalten. Video (04:13 min)

Was verbinden wir heute noch mit dem Begriff Ikone? Und was beten Menschen heute noch an? Dem geht derzeit eine Ausstellung in der Kunsthalle Bremen nach: "Ikonen" (bis 1. März 2020). Von Beyoncé bis Leonardo da Vinci, von Greta Thunberg zu Vincent van Gogh, religiösen Andachtsbildern zu Andy Warhols Siebdrucken von Marylin Monroe - die Ausstellung spannt einen großen Bogen von Spiritualität über Andacht, Ehrfurcht hin zu Bewunderung und Vermarktung bedeutender Personen. Pro Raum wird in der Kunsthalle nur jeweils ein Werk gezeigt: Die Konzentration auf ein ikonisches Objekt ist dabei Programm. Der Betrachter soll sich ganz der Macht dieser einen Ikone hingeben und nachspüren, was dieses eine Kunstwerk mit uns macht. Das Kulturjournal probiert es aus.

Nazi oder nicht? Streit um Gedenken an Bürgermeister aus Rendsburg

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Nazi oder nicht? Streit um einen Bürgermeister

Seit zehn Jahren steht die Büste von Heinrich de Haan neben dem Rendsburger Rathaus. Doch nun gibt es Streit: Der ehemalige Bürgermeister soll Antisemit und Nazi gewesen sein. Video (05:17 min)

Mit einer Bronzebüste vor dem Historischen Rathaus ehrt die Stadt Rendsburg ihren früheren Bürgermeister Heinrich de Haan. Zweimal war er im Amt, von 1929 bis 1934 und von 1950 bis zu seinem Tod 1957. Die Büste wurde erst vor zehn Jahren dort aufgestellt, in Auftrag gegeben von de Haans Sohns. Doch jetzt gibt es Streit um das Denkmal. War der Bürgermeister überzeugter Nazi und Antisemit? Das behauptet der SPD-Politiker Günter Neugebauer in einem Buch ("Gegen das Vergessen. Opfer und Täter in Rendsburgs NS-Zeit") und fordert, dass die Büste entfernt werden müsse. Auch Bürgermeister Pierre Gilgenast sprach sich dafür aus, das Denkmal zu entfernen, doch nun hat die Stadt erst einmal ein historisches Gutachten für voraussichtlich 16.000 Euro in Auftrag gegeben: Nazi oder nicht? Das Kulturjournal trifft Buchautor Neugebauer und den Enkel von Heinrich de Haan.

"Verteidiger des Glaubens. Das Scheitern eines Papstes": Kinofilm über Ratzinger

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Joseph Ratzinger: "Verteidiger des Glaubens. Das Scheitern eines Papstes"

Joseph Ratzinger wusste von sexuellen Missbräuchen noch bevor er Papst wurde. Nun zeigt die Doku "Verteidiger des Glaubens" das perfide Vertuschungssystem des Vatikans. Video (05:00 min)

Der aufwendig recherchierte Dokumentarfilm von Christoph Röhl erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Lebensaufgabe es war, die Kirche und ihre Werte zu bewahren, der sie aber stattdessen in ihre größte Krise führte: Joseph Ratzinger, der deutsche Papst Benedikt XVI. Er sah die Wahrheit ausschließlich in der Lehre der katholischen Kirche und betrachtete die moderne Gesellschaft als verloren. Zum Höhepunkt der Krise musste er gezwungenermaßen anerkennen, dass sich seine größten Feinde in Wahrheit nicht außerhalb, sondern innerhalb der Kirche bewegten, sogar im Kreis seiner engsten Vertrauten. Röhl sprach weltweit mit Insidern, Vertrauten, Wegbegleitern, Kirchenkennern und - kritikern, um deutlich zu machen, welche Rolle Ratzinger beim Aufbau eines Machtsystems im Vatikan spielte und inwiefern er damit erheblich zu dem Vertrauensverlust beitrug, unter dem die katholische Kirche seit Jahren leidet. Am 31.10. kommt der Film ins Kino.

"Wahr. Schön. Gut": Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Julia Westlake kommentiert den kulturellen Aufreger der Woche. Sie sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Julia Westlake