Kuriere am Limit?

Heiße Ware per Fahrrad

Freitag, 23. März 2018, 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 24. März 2018, 08:30 bis 09:00 Uhr

15 Stunden pro Woche sitzt Simon Dreßler durchschnittlich für Foodora auf dem Rad. © NDR/Vincent TV/Simone Brannahl, honorarfrei

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Der Job ist gefährlich und knapp über dem Mindestlohn bezahlt. Fahrradboten, die mit großen pink- oder türkisfarbenen Thermoboxen auf dem Rücken durch europäische Großstädte rasen, sind ein neues Phänomen. Sie transportieren Speisen aus Restaurants zu Kunden, die ihre Gerichte via Internet bestellt haben.

Schwierige Arbeitsbedingungen

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Fahrer von Foodora und Deliveroo kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen.

Die Kuriere sind im Auftrag der konkurrierenden Start-up-Unternehmen Deliveroo und foodora unterwegs, mittlerweile in zwölf Ländern Europas.

Die Reportage zeigt den rasanten und riskanten Alltag der Fahrradkuriere und wie sie beginnen, sich zu organisieren. Ein europäischer Arbeitskampf entsteht.

  • Wie sind die Fahrer beschäftigt?

    • Die Fahrer arbeiten - je nach Unternehmen - zum Teil als angestellte Fahrer mit einem festen Stundenlohn.
    • Daneben gibt es selbständige Fahrer, Freelancer. Bei Deliveroo bekommen diese einzelne Lieferungen vergütet. Freelancer müssen ihre Sozialversicherungen wie Krankenkasse selbst bezahlen.
    • Dazu kommt Trinkgeld.

  • Wie sind die Schichten organisisert?

    • Die Arbeitseinsätze der Fahrer werden per Unternehmens-App organisiert. Kuriere melden sich als einsatzbereit an und bekommen eine Bestellung zugewiesen. Erst bei Abholung erfahren sie, wer der Kunde ist. Nach Ablieferung erhalten sie weitere Aufträge - soweit vorhanden. Je nach Auftragslage gibt es Wartezeiten für die Fahrer.
    • Über die App wird registriert, wo sich die Fahrer befinden. Dadurch ist für das Unternehmen jederzeit nachvollziehbar, welche Wege die Fahrer zurücklegen, aber auch wie schnell sie unterwegs sind.

  • Was müssen die Fahrer beisteuern?

    • Kosten für Fahrrad sowie Helm müssen die Fahrer in der Regel selbst tragen. Zum Teil wird pro Kilometer eine Reparaturpauschale gezahlt.

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Produktionsland
Deutschland
Produktionsjahr
2017
Redaktionsleiter/in
Ulrike Dotzer
Redaktion
Monika Schäfer
Produktionsleiter/in
Melanie Clausen
Redaktionsassistenz
Juliane Kirchberger
Autor/in
Simone Brannahl
Redaktion
Kathrin Bronnert