Bücherjournal

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 28. Oktober 2020, 00:00 bis 00:45 Uhr

"Reckless 4": Gespräch mit Cornelia Funke

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Cornelia Funke im Videointerview
5 Min

Corona und die USA: Gespräch mit Cornelia Funke

Eigentlich wollte Cornelia Funke nach Deutschland kommen, aber wegen Corona spricht sie per Videoschalte mit dem Bücherjournal. 5 Min

Ihre Bücher haben unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Lesen verführt. Cornelia Funke schreibt einen Bestseller nach dem anderen: von "Die Wilden Hühner" über die "Tintenwelt"-Trilogie bis zu "Reckless". Anfang November erscheint der vierte Band der Fantasy-Reihe über die Brüder Jacob und Will: "Reckless - Auf silberner Fährte". Eigentlich wollte Cornelia Funke nach Deutschland kommen, um ihr Buch vorzustellen, aber wegen Corona bleibt sie in ihrer Wahlheimat Malibu. Per Videoschalte spricht sie im Bücherjournal über ihr neues Buch, aber auch über die aktuelle Corona-Situation in den USA, über die politische Lage kurz vor der Präsidentenwahl und ihr Engagement für andere Künstlerinnen und Künstler.

"Bauern, Land": Eine Geschichte der Landwirtschaft im Norden

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Das Cover von Uta Ruges "Bauern, Land. Die Geschichte meines Dorfes im Weltzusammenhang" © Kunstmann

"Bauern, Land": Ute Ruges Buch über die Moorbauern

Über Jahrhunderte eroberten die Moorbauern das Land zwischen Stade und Bremen und machten es landwirtschaftlich nutzbar. mehr

Früher wurden die Bauern geachtet, denn man hat sie gebraucht: Sie ernährten die Menschen in der Stadt. Heute gibt es Lebensmittel en masse auf dem Weltmarkt, und viele Bauern fühlen sich von der Politik gegängelt und von den Städtern als Umweltsünder oder Tierquäler verachtet. Die Autorin und Journalistin Uta Ruge ist selbst auf einem Bauernhof in Niedersachsen groß geworden und hat ein Buch über den Wandel der Landwirtschaft geschrieben: In "Bauern, Land" erzählt sie am Beispiel ihres Heimatdorfes Neubachenbruch, wie das Leben auf dem Land sich radikal verändert hat: von der Ansiedlung und Urbanmachung des Moores im 18. Jahrhundert über die Industrialisierung des Ackerbaus, die EU-Agrarpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Höfesterben. Die Historie verknüpft sie mit persönlichen Erinnerungen aus ihrer Kindheit und dem Alltag der Bauern heute.

"Wie alles kam": Der "Sams"-Erfinder Paul Maar erzählt seine Kindheit

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Der Kinderbuchautor Paul Maar © picture alliance/Markus Scholz/dpa Foto: Markus Scholz

"Wie alles kam": Sams-Autor Paul Maar schreibt über Kindheit

Paul Maar erzählt in seinem Roman über den frühen Tod der Mutter und sein schwieriges Verhältnis zum Vater. mehr

Mit seinen Büchern hat er viele Kinder begeistert - der große Autor und Menschenfreund Paul Maar. Seine eigene Kindheit jedoch war nicht immer leicht: Die Mutter ist früh gestorben, der Vater musste an die Front, war dann lange in Kriegsgefangenschaft. Und als der Vater zurückkam, konnte er mit dem Sohn, der die Bücher liebt, wenig anfangen: Paul soll nicht lesen, sondern den Malereibetrieb der Familie übernehmen. In dem Buch "Wie alles kam" erzählt Maar den "Roman seiner Kindheit". Das Buch ist auch eine Liebeserklärung an seine Frau Nele, die ihm dabei half, seinen eigenen Weg zu gehen und Schriftsteller zu werden.

"Beinahe Alaska": Arezu Weitholz als Gast im Bücherjournal

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Die Schriftstellerin Arezu Weitholz im Gespräch mit Julia Westlake
6 Min

"Beinahe Alaska": Arezu Weitholz als Gast im Bücherjournal

Im Bücherjournal spricht Arezu Weitholz mit Julia Westlake über Reisen und Lebensentwürfe sowie die Faszination der Arktis. 6 Min

Mit ihren wunderbaren Fischgedichten und ihrem ersten Roman war Arezu Weitholz bereits Gast im Bücherjournal. Nun stellt die Autorin, die auch als Songtexterin für Herbert Grönemeyer oder die Toten Hosen gearbeitet hat, ihren neuen Roman vor: "Beinahe Alaska". Es geht darin um eine Frau, die nach einem Verlust eine Expeditionskreuzfahrt nach Alaska macht. Sie ist Fotografin und hat einen ganz genauen Blick auf ihre Umwelt - nicht nur die unglaubliche Natur, sondern auch ihre Mitreisenden auf dem Schiff. Ohne die vorzuführen, charakterisiert sie sie präzise. Die Nörglerin, die Angeberin, den Besserwisser - aber auch den Bücherwurm, mit dem sie sich anfreundet, oder den verwitweten Rentner. Ebenso präzise beschreibt Weitholz die Landschaften, die Orte, die sie bereist und findet ausdrucksstarke Bilder für die Natur im hohen Norden. Im Bücherjournal spricht Arezu Weitholz mit Julia Westlake über Reisen und Lebensentwürfe, über die Faszination der Arktis und darüber, warum Menschen, wie Eisberge sind: "Man sieht nur ein Siebtel", heißt es in ihrem Roman.

Flucht aus Hannover: Roman über den Künstler Kurt Schwitters

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Cover des Buchs "Schwitters" von Ulrike Draesner © Penguin

Leidvolle Fluchtgeschichte: "Schwitters" von Ulrike Draesner

Der bild- und einfallsreicher Roman erzählt von dem Künstler, von seiner Beharrlichkeit und seinem Humor auch im Exil. mehr

Er wollte eine neue, eine freie Kunst: Der Dichter, Grafiker und Maler Kurt Schwitters (1887-1948) schuf in Hannover mit seinem "Merz" eine eigene Form, angelehnt an "Dada". Abfall, Reklame, Zeitungsausschnitte, alles war ihm Material für Collagen und für eine große Raum-Skulptur, den "Merzbau". Doch die Nazis bannten seine Kunst als "entartet" und Schwitters musste fliehen: Zuerst nach Norwegen, dann nach England. Im Exil lebte der Künstler in Armut, zwischenzeitlich war er sogar in einem Internierungslager. Die Schriftstellerin Ulrike Draesner hat nun einen Roman über die Flucht und die letzten Lebensjahre von Kurt Schwitters veröffentlicht: "Schwitters". Für die leidvolle Fluchtgeschichte und für sein einzigartiges Werk hat sie eine eigene, poetische Sprache gefunden. 

Die Rechte der Flüchtlinge: Ein Plädoyer von Dina Nayeri

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Dina Nayeri. © Kein & Aber Foto: Anna Leader

"Der undankbare Flüchtling": Dina Nayeri über Migration

Die Schriftstellerin wurde in den USA zur "Vorzeige-Migrantin" und blieb doch immer fremd. Nun legt sie ihr erstes Sachbuch vor. mehr

Sie hat Flucht und Heimatverlust selbst erlebt, weiß, was Entfremdung und Identitätssuche bedeuten: Die Schriftstellerin Dina Nayeri wurde 1979 als Tochter eines iranischen Arztehepaars geboren. Als sie acht Jahre alt war, floh sie mit der Mutter und dem jüngeren Bruder aus dem Iran und kam später in die USA. Dina Nayeri studierte in Princeton und Harvard, wurde zu einer exzellent ausgebildeten, erfolgreichen Vorzeigemigrantin - und blieb doch immer ein Flüchtling. In ihrem neuen Buch "Der undankbare Flüchtling" verknüpft sie ihre eigene Migrationsgeschichte mit den Schicksalen anderer Flüchtlinge, die sie unter anderem in griechischen Lagern, in London und Amsterdam getroffen und interviewt hat. Ihr Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rechte der Flüchtlinge und für ein Umdenken in der Migrationspolitik.

"Der verlorene Sohn": Der neue Roman von Olga Grjasnowa

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Cover des Buchs "Der verlorene Sohn" von Olga Grjasnowa © Aufbau

Eine Geschichte von Verlust und Entwurzelung

Olga Grjasnowa erzählt in "Der verlorene Sohn" von dem neunjährigen Jamalludin, der an den Hof des Zaren gebracht wird. mehr

Geboren wurde sie in Aserbaidschan, aber seit vielen Jahren lebt Olga Grjasnowa in Deutschland und gehört inzwischen zu einer der wichtigsten jungen Stimmen in der Literaturszene. In ihrem neuen Roman "Der verlorene Sohn" schreibt sie über Jamalludin, dem Sohn eines mächtigen Imams, der im Kaukasischen Krieg den Russen als Geisel übergeben wird. Jamalludin wird an den Hof des Zaren gebracht, wächst in St. Petersburg auf. Beeindruckend kenntnisreich, packend und mit großer erzählerischer Wucht erzählt Olga Grjasnowa diese wahre Geschichte aus dem Kaukasischen Krieg.

Moderation
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Redaktionsleiter/in
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Redaktion
Niels Grevsen
Produktionsleiter/in
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