Wie geht das? Abriss mitten in der City

Mittwoch, 24. Januar 2018, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 26. Januar 2018, 11:30 bis 12:00 Uhr

Ein Mitarbeiter einer Abbruchfirma verfolgt den Abriss eines Gebäudes.

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Mitten in der Kieler Innenstadt, in unmittelbarer Nähe zur Förde, stellt sich eine Hamburger Abbruchfirma einem Mammutprojekt: 90.000 Kubikmeter umbauter Raum soll abgerissen werden. Das entspricht bei einer durchschnittlichen Größe eines Einfamilienhauses von 600 Kubikmetern 150 Einzelhäusern.

"Dicht an dicht" macht es besonders schwierig

Die Abrissgebäude stehen aber nicht frei, sondern Mauer an Mauer mit Gebäuden, die nicht beschädigt werden dürfen, wie zum Beispiel das Casino oder ein Juweliergeschäft. Hinzu kommt, dass die Abbruchbaustelle direkt an eine der Hauptverkehrsadern Kiels und die Fußgängerzone grenzt.

Gezielte Schutzmaßnahmen

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Bauleiter Michael Ehrig ist verantwortlich für den Abriss am Kieler Bootshafen.

Diese Herausforderungen nimmt Bauleiter Michael Ehrig mit Gelassenheit. "Das dauert dann eben alles ein bisschen länger, weil wir an einigen Stellen sehr vorsichtig arbeiten müssen." Gezielte Schutzmaßnahmen wie unterirdische Erschütterungssensoren, Fahrbahnabsperrungen, Schutzpolster für gefährdete Gebäude und Straßenbereiche sowie eine 160 Quadratmeter große und sieben Tonnen schwere Gummi-Abrissmatte sorgen für zusätzliche Sicherheit.

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Der Abrissbagger: 55 Tonnen schwer und 23 Meter Kranhöhe.
Abriss mit einer Betonschere

Abrissbirnen gehören der Vergangenheit an. Damit können die Arbeiten viel zu unpräzise ausgeführt und damit gefährlich werden. Die Abrissbagger in der Kieler Innenstadt arbeiten in einer Höhe von bis zu 27 Metern mit einer sogenannten Betonschere: Diese arbeitet mit 350 Bar Druck und zerschneidet den Beton und die darin befindliche Stahlarmierung.

Der Direktor des Casinos ist begeistert von der akkuraten Arbeit der Abrissprofis. Weder Lärm, Staub noch Erschütterungen setzen der hochsensiblen Technik seiner Spielstätte zu.

Wohin mit dem Schutt?

Und was passiert mit den Tonnen an Beton und Stein, die der Abriss bringt? Dafür ist der Bauschutt-Recycler Arwed Berchim zuständig. Mit seinen Lkw transportiert er die Bauschuttcontainer auf sein Gelände. Dort werden die Betonreste durch einen Brecher zerkleinert, um sie als recyceltes Baumaterial wieder verwerten zu können.

Die Reportage aus der Reihe Wie geht das? beantwortet die Fragen rund um das Abrissvorhaben mitten in der Kieler City und was mit den 18.000 Tonnen Bauschutt, die dabei anfallen, passiert.

Redaktion
Christian Pipke
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Inga Golde
Leitung der Sendung
Norbert Lorentzen