Der Pi Code

Martin Armstrong - Spinner oder Genie?

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 00:00 bis 01:40 Uhr

Martin Armstrong war immer anders. Schon als Kind sammelte er wie besessen Münzen, als Teenager war er Millionär. Anfang der 1980er-Jahre entwickelte er dann ein Computermodell, das die Finanzwelt elektrisierte.

Basierend auf der magischen Zahl Pi und gefüttert mit historischen Wirtschaftsdaten, sagte sein Modell mehrere große Wendepunkte der Weltwirtschaft erstaunlich präzise voraus, unter anderem die Russlandkrise 1998/1999, die Dotcom-Blase 2000 und die globale Banken- und Finanzkrise 2007.

Zwölf Jahre ohne Urteil im US-Gefängnis

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Martin Armstrong sagte große Wendepunkte der Weltwirtschaft voraus.

Kunden aus der ganzen Welt bezahlten viel Geld für seine Vorhersagen. Mit seiner Beraterfirma Princeton Economics International hatte er zeitweise mehr als drei Milliarden Dollar unter Vertrag.

Im September 1999 stürmte das FBI Armstrongs Büro. Man warf ihm ein Drei-Milliarden-Dollar-Schneeballsystem vor. Zwölf Jahre lang verbrachte er im US-amerikanischen Gefängnis. Ohne Urteil.

Ein Unbequemer oder ein Betrüger?

Der Regierung sei es um seine Formel gegangen, behauptet Armstrong. Die Öffentlichkeit reagierte kontrovers: Wollte man einen Unbequemen für ein paar Jahre zum Schweigen bringen oder ist Martin Armstrong ein Betrüger? Weiß er tatsächlich mehr als alle Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler zusammen? Das Magazin "The New Yorker" fragte: Ist dieser Mann ein Genie oder ein Spinner?

Seit 2011 ist Martin Armstrong wieder ein freier Mann. Er reaktivierte sein Institut und sagt weiterhin Wirtschaftskrisen voraus. Kritisch weist er auf die Fehler und Schwächen des Wirtschaftssystems hin.

Ein spannender Doku-Thriller über den US-Ökonom Martin Armstrong, eine Legende in Finanzkreisen, und über die weltweite Finanzkrise.

Autor/in
Marcus Vetter
Michele Gentile
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Redaktion
Barbara Biemann
Gudrun Hanke El Ghomri