Wie geht das? Von der Rübe zum Zucker

Sonntag, 22. April 2018, 01:15 bis 01:45 Uhr

Die Fabrik von Nordzucker.

4,78 bei 67 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Die Bauern im Norden sorgen dafür, dass es in Deutschland immer genügend Zucker gibt. Wenn 2.500 Landwirte aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern von September bis Januar ihre Zuckerrüben in Uelzen abliefern, geht es hoch her. Dort steht die zweitgrößte Zuckerfabrik Europas. Jedes Jahr werden hier 2,3 Millionen Tonnen Rüben angeliefert.

Vier Monate Arbeit ohne Pause

Bild vergrößern
Zuckermanager Georg Sander erklärt den Prozess von der Rübe bis zum Zucker.

Die Zuckermacher aus Uelzen nennen die Zeit "Rüben-Kampagne", ein Begriff aus der Militärsprache, weil alles genau geplant werden muss. Jedes Jahr im Herbst fahren die Bauern mit ihren Traktoren und Lkws zur Fabrik der Nordzucker AG und sorgen manchmal für Staus. Über der Stadt steht dann die weiße Rauchfahne des Fabrikschornsteins. Der Verdampfungsvorgang darf nicht unterbrochen werden, darum wird in der Fabrik vier Monate am Stück ohne Pause gearbeitet. Die Rüben werden dort genau 25 Sekunden lang mit einem Druck von 13 bar gewaschen. Darauf achten die Bauern ganz genau. Denn je sauberer die Rüben, desto niedriger ihr Gewinn: gezahlt wird nämlich nach Gewicht.

900 Tonnen Rüben werden pro Stunde in der Fabrik verarbeitet. Und genau zwölf Stunden dauert es, bis aus den Rüben Zucker wird. Die Wissensreportage aus der Reihe "Wie geht das?" zeigt den spannenden Produktionsprozess von der Rübe zum Zucker, vom Acker bis in die Packung.

Leitung der Sendung
Marlis Fertmann
Redaktionsleiter/in
Susanne Wachhaus
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Redaktion
Tom Fischer
Autor/in
Johann Ahrends