Stand: 26.11.2018 12:00 Uhr

Seglerin Schewe: "Das ist ein Erfahrungssport"

von Lisa Pandelaki

Die Böe, die sie früh genug erkennt und nutzen kann. Oder die kleine Wolke am Himmel, die ihr verrät, welche Seite besser zu segeln ist. "Segeln ist ein Erfahrungssport", fasst Laura Schewe zusammen. Die 18-Jährige aus Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde) segelt in der Klasse Laser Radial - der olympischen Bootsklasse für Frauen, in der eine Sportlerin ein Boot mit einem Segel steuert. Situationen zu erkennen und dementsprechend handeln zu können, das kann am Ende den entscheidenden Vorteil bringen. "Erfahrung ist schwierig mit Training wett zu machen", erklärt Schewe. Deshalb ist sie auf ihren zwölften Platz bei der U21-WM im Juli besonders stolz. "Weil es einfach schwieriger ist, sich gegen die Älteren durchzusetzen."

Seglerin Laura Schewe im halb angeschnittenen Portrait. © NDR

Seglerin Laura Schewe im Kurzporträt

Schleswig-Holstein Magazin -

Kein Training ersetzt Erfahrung: Das merkt Laura Schewe in jedem Wettbewerb, in dem sie gegen ältere Seglerinnen antritt. Umso bemerkenswerter ist das Abschneiden der 18-Jährigen bei der U21-WM.

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Balanceakt zwischen Segeln und Schule

Doch auch auf den sechsten Platz bei der Jugend-WM im August dieses Jahres ist die Altenholzerin stolz. Denn regelmäßige Trainingseinheiten waren vor allem Anfang des Jahres wegen einer anderen Herausforderung nicht so gut möglich: dem Abitur. Die Vorbereitung auf diese Prüfung schluckte viel Zeit. "Mein Klassenlehrer hat mich sehr gut beim Verbinden von Segeln und Schule unterstützt", erzählt sie. Er setzte sich bei der Schulleitung und anderen Lehrern für die Leistungssportlerin ein. So konnte Schewe doch an einigen Trainingslagern teilnehmen und ihre Technik verbessern.

Der große Traum: Olympia

Am Segelsport fasziniert die 18-Jährige vor allem die Vielseitigkeit: "Man hat unterschiedliche Bedingungen, man muss jedes Mal neu reagieren, man ist auf dem Wasser, spürt einfach den Wind - das ist einfach wunderschön", schwärmt Schewe. Das Segeln wird sie nicht so schnell an den Nagel hängen. Trotzdem behält sie auch ihre Ausbildung neben dem Sport im Blick. 2019 will sie ein Studium in Angriff nehmen - und bei der U21-WM noch einmal besser abschneiden als in diesem Jahr. Danach gilt es, sich in der Senioren-Klasse durchzusetzen. Und irgendwann, so der Traum, wird Laura Schewe ihr Segel bei den Olympischen Spielen hissen.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 13.12.2018 | 19:30 Uhr

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