Stand: 25.03.2014 15:39 Uhr  | Archiv

André Thieme: Dreimaliger Derby-Gewinner

Kurz-Bio Andre Thieme
RubrikDaten
Geburtsdatum:25.04.1975
Wohnort:Plau am See
Disziplin:Springreiten
Nationalität:deutsch
Beruf:Pferdewirtschaftsmeister
HobbyFußball
Größte Erfolge:Deutsches Spring-Derby in Hamburg: Sieger 2007, 2008, 2011, Dritter 2009; Nationenpreise: Sieger in Tallin 2005, Kiskunhalas 2006, Sopot 2010; Siege im Großen Preis: Poznan 2004, Saugerties 2011, Neustadt/Dosse 2013, Ocala 2013, Ocala 2014
Autogrammadresse:German Horse Pellets GmbH, Am Torney 2a, 23970 Wismar
Homepage:www.andre-thieme.com
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Springreiter Andre Thieme.

André Thieme und das Deutsche Spring-Derby in Hamburg Klein Flottbek - das scheint zu passen. Dem Gefühl, bei einem der weltweit schwersten Turniere auf dem Siegertreppchen ganz oben zu stehen, eifern viele Top-Springreiter in ihrer Karriere vergeblich hinterher. Der blonde Mecklenburger aus Plau am See durfte es bereits drei Mal genießen. 2007 noch der Überraschungssieger, bestätigte Thieme ein Jahr später sowie 2011 seine Leistung und gewann erneut auf seinem niederländischen Wallach Nacorde. Dabei wurde dem Pferdewirtschaftsmeister die Springreiterlaufbahn nicht direkt in die Wiege gelegt. Der Sohn des Dressurausbilders Michael Thieme aus Redefin wäre an sich der perfekte Kandidat für eine Karriere im Viereck gewesen. Nur er selbst fand das nicht. Bis zum 19. Lebensjahr, beziehungsweise dem zehnten S-Sieg und damit verbunden dem Goldenen Reiterabzeichen, ritt Thieme junior Dressur. Dann war die Maßgabe des Vaters erfüllt und er suchte sein Glück im Parcours.

Hochdotierte Siege in den USA

Dass die gründliche Dressurausbildung dabei überhaupt nicht geschadet haben dürfte, liegt geradezu auf der Hand. Nacorde, der temperamentvolle Wallach, ist alles andere als ein leicht zu reitendes Pferd. Thieme steuerte ihn bis zu dessen Karriereende 2012 allerdings sehr feinfühlig und souverän durch die schwersten Prüfungen. Mit der Stute Katie Riddle feierte der Familienvater 2009 einen weiteren bedeutenden Erfolg seiner vergleichsweise jungen Karriere - den Sieg beim Großen Preis von Redefin. Und auf dem damals elfjährigen belgischen Wallach Aragon Rouet setzte Thieme 2011 ein weiteres Ausrufezeichen. In Saugertiers im US-Bundesstaat New York gewann der Norddeutsche den mit einer Milion Dollar dotierten Grand Prix und strich ein Preisgeld von mehr als 250.000 Euro ein. "Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn", schrie Thieme ins Mikrofon des NDR: "Ich hätte nie gedacht, dass ich hier gewinnen kann."

Allerdings ist auch dieses Pferd inzwischen verkauft, sodass der Redefiner sich derzeit auf die Ausbildung neuer Spitzenpferde konzentrieren muss. Das aber scheint ihm zu gelingen, so belegte er 2013 auf dem erst neunjährigen Quonschbob unter anderem den ersten Platz beim Großen Preis von Neustadt/Dosse. Im Sattel der zehnjährigen Stute Contanga siegte Thieme auch beim mit einer Million Dollar dotierten Großen Preis von Ocala (US-Bundeststaat Florida).

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 07.05.2016 | 15:25 Uhr

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