Stand: 06.10.2019 17:20 Uhr  - Schleswig-Holstein Magazin

Windsurfen: Goyard erster Hydrofoil-Weltmeister

Mit der abschließenden Siegerehrung ist am Sonntag der 36. und weltgrößte Windsurf World Cup auf Sylt zu Ende gegangen. Nach Angaben des Veranstalters waren rund 200.000 Zuschauer an den Brandenburger Strand in Westerland gekommen. Sie erlebten spannende Wettkämpfe der weltbesten Windsurfer. An acht von zehn Veranstaltungstagen begeisterten knapp 100 Sportler aus mehr als 20 Nationen mit spektakulären Höchstleistungen in den drei Disziplinen Wave, Freestyle und Hydrofoil-Racing.

Sebastian Kördel bester deutscher Hydrofoil-Surfer

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Zum ersten Mal wurde der Weltmeistertitel im Hydrofoil auf Sylt vergeben.

Wenn die Windsurfboards mit den charakteristischen Flügeln durch das Wasser gleiten und es dabei nicht mehr spritzt - dann sind die Hydrofoiler unterwegs. Und auf Sylt wurde zum ersten Mal der Weltmeister im Hydrofoil-Surfen gekürt.

Der Wettkampf auf Sylt war der letzte von drei Tourstopps. Der Franzose Nicolas Goyard gewann auf Sylt und wurde damit auch Weltmeister. Als bester Deutscher war Sebastian Kördel vom Bodensee unterwegs. Er landete in der Weltranglistengesamtwertung auf Rang fünf, nachdem er am Sonntag den Welt Cup auf Sylt als Sechster beendet hatte.

Für Nico Prien aus Schönberg (Kreis Plön) war es am Ende WM-Rang 13. "Das Besondere am Foilen ist, dass man aus dem Wasser herauskommt und absolut nichts mehr hört. Das Geräusch, das man vom normalen Windsurfen kennt - dieses durch das Wasser fahren, dass Wasser spritzt - das hat man einfach nicht mehr. Und das ist ein wahnsinnig schönes Gefühl. Denn auf einmal ist alles still", schwärmt der 24-Jährige.

Köster übernimmt Weltranglistenführung

Am Montag wehte der Wind mit mehr als 75 km/h auflandig. Die Rennleitung entschied, den Contest elf Stunden lang auszutragen. Damit gab es bei den Waveridern bereits am Montagabend ein Endergebnis: Der Franzose Thomas Traversa konnten seinen Triumph auf Sylt von 2018 wiederholen. Silber ging an den Brasilianer Marcilio Browne. Und Philip Köster beendete Sylt auf Platz drei.

Damit übernahm der Hamburger die Führung der Weltrangliste. Und Köster geht damit als Favorit auf den WM-Titel in den letzten Stopp der Welttour Ende Oktober auf Hawaii. "Es waren die erwartet harten Bedingungen, mit auflandigem Wind und chaotischen Wellen. Leider ließ bei meinem Halbfinal-Lauf der Wind auch noch nach - dazu kam die starke Strömung. Deshalb konnte ich meine Moves und Sprünge nicht wie gewohnt ausführen", sagte Köster.

Der Kieler Klaas Voget landete auf dem neunten Platz. Er hatte im Laufe des Wettkampfs gegen den ebenfalls aus Kiel kommenden Leon Jamear gewonnen und sagte dazu im Interview: "Sylt ist immer schwierig. In diesem Jahr war es besonders tricky. In den Heats mit Leon ist es immer spannend, mal hat er die Nase vorn, mal ich. Dieses Mal konnte ich gewinnen und bin happy mit meinem neunten Platz."

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Schleswig-Holstein Magazin | 05.10.2019 | 19:30 Uhr