Stand: 27.04.2019 19:30 Uhr

Volleyball: Schwerin verliert erstes Final-Duell

von Stefan Leyh, NDR 1 Radio MV

Als ihr Aufschlag im Aus landete, musste Nanaka Sakamoto von ihren Mitspielerinnen mit tröstenden Gesten vom Platz begleitet werden. Die Außenangreiferin hatte mit ihrem Fehler die Niederlage des SSC im ersten Play-off-Finalspiel gegen Stuttgart besiegelt. Anders als im Pokal, als sich Schwerin im März souverän gegen Stuttgart durchsetzte, versagten diesmal den Schwerinerinnen die Nerven. Mit 1:3-Sätzen (21:25, 25:21, 23:25, 23:25) unterlagen sie beim deutschen Vizemeister und liegen in der Serie "Best of Five" nun 0:1 zurück.

SSC und MTV in Bestbesetzung

Beide Trainer konnten ihre besten Spielerinnen für das erste der fünf möglichen Duelle aufbieten. Schon der Auftakt in der Stuttgarter "Scharrena" verlief spektakulär. Sowohl Stuttgart als auch Schwerin zeigten sich hellwach in der Abwehr und verwickelten sich immer wieder in lange Ballwechsel. Stuttgart konnte sich erstmals beim 14:11 leicht absetzen. Die Gastgeber hielten die Konzentration in der Folge hoch, während es der SSC durch einige Leichtsinnsfehler verpasste, noch einmal näher als zwei Punkte heranzukommen. Nach einem misslungenen Aufschlag ging der Durchgang mit 21:25 aus Schweriner Sicht verloren.

Schwerin geht hohes Risiko

Im zweiten Satz erhöhte der SSC den Druck vor allem beim Aufschlag noch einmal. Hohes Risiko war nötig, um gegen die starke Stuttgarter Abwehr den Ball auf den Boden zu bekommen. Und das mutige, schnelle Spiel wurde belohnt: Schwerin gewann den Satz mit 25:21. Schwerins Trainer Felix Koslowski wirkte zufrieden, musste seine Mannschaft Mitte des dritten Durchgangs jedoch daran erinnern, aggressiv zu bleiben. Sein Team spielte die eigenen Chancen nun nicht mehr so konsequent aus wie im zweiten Satz. So konnten sich die Stuttgarterinnen in der spannenden Schlussphase mit 25:23 durchsetzen und wieder in Führung gehen.

Koslowski motiviert vergeblich

Die Gastgeberinnen hatten nach dem knapp gewonnenen dritten Satz nun Oberwasser. Schwerin kämpfte darum, nicht gänzlich den Faden zu verlieren. Nach einem Ass zum 20:15 für Stuttgart begannen die Heimfans bereits, lautstark zu feiern. Koslowski versuchte noch einmal, seine Spielerinnen über die Emotionen zu packen. Doch die vermochten es nicht, gegen einen konzentriert spielenden Gegner die Wende herbeizuführen. Im zweiten Spiel kommenden Mittwoch in Schwerin stehen die Mecklenburgerinnen damit bereits unter Zugzwang.

Weitere Informationen

Ergebnisse der Frauen-Volleyball-Play-offs 2018/2019

Die Ergebnisse und Ansetzungen aller Frauen-Play-off-Partien im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 27.04.2019 | 16:10 Uhr