Stand: 03.10.2019 14:45 Uhr

Volleyball: Neues Team beim SSC

von Tobias Blanck, NDR 1 Radio MV
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Die Schweriner Volleyballerinnen spielen in der neuen Saison um ihren 13. Meistertitel.

Die Palmberg Arena ist nahezu ausverkauft und die Vorfreude steigt bei den Anhängern und beim Team des SSC Palmberg Schwerin. Die neue Spielzeit beginnt heute um 17.10 Uhr mit dem Duell gegen die "Ladies in Black" aus Aachen. "Wir möchten schon gerne einen Sieg haben. Ich hoffe, dass wir eine tolle Atmosphäre haben und den Leuten eine gute Show bieten können. Es soll einfach ein toller Auftakt für die neue Saison werden", blickt Neuzugang Nele Barber auf die erste Begegnung nach fünf Monaten Pause voraus. Neben der 24-jährigen Barber, die aus Wiesbaden zum SSC gewechselt ist, stehen noch drei weitere Neuzugänge im Fokus. Während Romy Jatzko (VCO Berlin) und Nicole Oude Luttikhuis (Aachen) auch beim Auftaktspiel gegen Aachen dabei sein werden, müssen die Fans des Vizemeisters auf die US-Amerikanerin Justine Wong-Orantes noch etwas warten. Nach Länderspieleinsätzen wird die Libera erst zum Supercup-Finale am 20. Oktober erwartet.

Abgang von Jennifer Geerties

Das Gesicht der Mannschaft hat sich wieder einmal verändert. Mit Tessa Polder, Ralina Doshkova, Nanaka Sakamoto und Elisa Lohmann hatte der SSC nicht mehr geplant. Der Abgang von Spielführerin Jennifer Geerties dagegen war nicht gewünscht und überraschte viele. Kurz nach dem Saisonende im April hatte die 25-Jährige ihren Wechsel zum Champions-League-Finalisten Imoco Conegliano (Italien) verkündet. Diese entstandene Lücke gilt es nun zu schließen. "Wir kennen diese Situation ja. Vorher war es Louisa Lippmann, jetzt Jennifer Geerties. Das erleichtert die Arbeit sicherlich nicht, aber wir haben ein homogenes Team gefunden. Aus unseren Möglichkeiten haben wir das Maximale herausgeholt und jetzt wird sich zeigen, wer die Lücke am besten schließen kann, die durch Jennys Abgang entstanden ist", sagt Trainer Felix Koslowski.

Schwierige Vorbereitung

In den vergangenen acht Wochen war das Team nie vollständig zusammen, so dass die Vorbereitung alles andere als leicht war. Neben Greta Szakmary (Ungarn), Beta Dumancic (Kroatien), vier deutschen Nationalspielerinnen (Drewniok, Pogany, Schölzel und Hanke) war auch Trainer Felix Koslowski (in seiner Funktion als Bundestrainer) bei der Europameisterschaft im Einsatz. Die Niederländerinnen Britt Bongaerts und Nicole Oude Luttikhuis kommen nach vielen Länderspieleinsätzen erst kurz vor dem ersten Saisonspiel in Schwerin an und die US-Amerikanerin Justine Wong-Orantes wird erst in einigen Wochen erwartet. Trainingsspiele gegen den Bundesliga-Konkurrenten fanden daher auch nur inoffiziell statt. Die einzigen ernsthaften Testspiele bestritt der Pokalsieger am Wochenende in der Türkei, wo es zwei Niederlagen gegen die türkischen Klubs Vakifbank Istanbul und Aydin gab sowie einen Erfolg gegen Olympiakos Piräus. "Wir haben dort ohne unsere beiden Zuspielerinnen Britt Bongaerts und Denise Hanke spielen müssen. Daher bin ich mit der Leistung des Teams zufrieden", so Koslowski. Der verletzungsbedingte Ausfall von Denise Hanke wiegt schwer. Mit einer Oberschenkelblessur, die sie sich bei der EM in Polen zuzog fällt die 30-Jährige noch einige Wochen aus. Daher hofft Koslowski, dass die zweite Zuspielerin Bongaerts nur wenige Tage nach dem letzten Länderspieleinsatz in Japan topfit in Schwerin erscheinen wird. "Natürlich wollen wir das Auftaktspiel gewinnen, aber wir wissen auch, dass die entscheidenden Spiele erst im Februar im Pokal und im April und Mai in der Bundesliga kommen. Daher geben wir Denise jetzt auch die Zeit, die sie braucht, um wieder fit zu sein", so Koslowski.

Ziele der Saison

In der neuen Spielzeit will der Rekordmeister wieder um mehrere Titel mitspielen, wobei Denise Hanke sogar einen Erfolg beim Europapokalwettbewerb im CEV Cup im Blick hat. "Im CEV-Cup würde ich schon gerne mal in ein Endspiel einziehen, um diese Erfahrung mitzunehmen und vielleicht sogar den Titel holen", sagt die 30-Jährige. Für die Champions-League bekam der Vizemeister keinen Startplatz. So muss der SSC im zweithöchsten europäischen Wettbewerb antreten und bekommt es in der ersten Runde im Dezember mit Sliedrecht Sport (NL) zu tun. Auch national hoffen die Schweriner auf weitere Titelgewinne. "Die Spitzenklubs haben weiter aufgrüstet. Daher wird es nicht einfach", weiß Trainer Felix Koslowski. "Stuttgart hat den teuersten Kader, Dresden das Team, das am breitesten aufgestellt ist, mit vielen guten Spielerinnen und wir mischen dort aber hoffentlich auch mit. Wir wollen natürlich gerne in das Pokalfinale, Supercup dürfen wir ja auch schon am 20. Oktober spielen und bei der Meisterschaft haben wir die letzten drei Jahre immer im Finale gestanden. Da wollen wir gerne wieder hin. Wir sind Schwerin. Unser Anspruch ist immer der gleiche. Wir wollen immer soweit wie möglich kommen und am besten soviel wie möglich gewinnen."

Gleich zum Auftakt wartet mit Aachen ein starker Gegner auf den SSC. In der Arena sollen die Fans möglichst alle in gelben Shirts erscheinen und dann wollen die Mecklenburgerinnen den ersten Schritt zum Gewinn der 13. Meisterschaft in der Vereinsgeschichte machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Sport aktuell | 03.10.2019 | 15:00 Uhr