Die Lüneburger Jordan Ewert (l.) und Micheal Schlien versuchen einen Angriff von Giesens Hauke Wagner (vorne) zu blocken. © picture alliance / nordphoto GmbH

Volleyball: Lüneburg und Giesen mit Play-off-Ambitionen

Stand: 06.10.2021 09:56 Uhr

Heute startet die Volleyball-Bundesliga der Männer. Die Nordclubs SVG Lüneburg und TSV Giesen gehen mit großen Zielen in die neue Saison.

Vor allem die Giesener, die im Vorjahr als Tabellen-Neunter nur knapp die Play-offs verpassten, haben Ambitionen. Diesmal solle es mit der Qualifikation klappen, sagte der Sportliche Leiter Sascha Kucera dem NDR: "Ich wünsche mir eigentlich Platz sechs, um eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu haben und nicht gleich gegen Platz eins oder zwei spielen zu müssen." Auch das internationale Geschäft hat Kucera im Blick: "Wenn das klappt, wäre das natürlich genial."

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Giesen Grizzlys mit Kontinuität im Kader

Kein Team verlor in der vergangenen Spielzeit häufiger in fünf Sätzen als die Niedersachsen. Wenig überraschend ist es daher, dass Trainer Itamar Stein von einer "sehr guten Saison" sprach und sich über die Kontinuität in seinem Kader freut: Acht Spieler konnten gehalten werden, in Augusto Renato Colito und Lorenz Karlitzek kamen zwei junge, in Jean-Philippe Sol und Romans Sauss zwei erfahrene Profis dazu.

Die Generalprobe der Giesener gelang: Gegen den belgischen Erstligisten VBC Waremme gewann die TSV vor eineinhalb Wochen zweimal souverän mit 4:0. "An ein paar Dingen müssen wir noch arbeiten, aber wir sind auf einem sehr guten Weg", sagte Stein.

Meister Berlin mit Respekt

Zum Saison-Auftakt wartet auf die Grizzlys gleich ein schwerer Brocken: Am Mittwoch (19.30 Uhr) gastieren sie bei den BR Volleys in Berlin. In der Vorbereitung gab es beim Meister zwei 1:3-Niederlagen, doch Berlins Geschäftsführer Kaweh Niroomand warnte seine Mannschaft vor Überheblichkeit: "Das spielt jetzt keine Rolle mehr. An einem guten Tag sind die Giesener immer für eine Überraschung gut."

Lüneburg mit Vorfreude auf den CEV-Cup

Bei der SVG Lüneburg versucht Trainer Stefan Hübner die großen Erwartungen der Fans nach dem vorherigen Einzug ins Halbfinale zu dämpfen. "Natürlich träumt man immer davon, einen Schritt weiter zu kommen. Aber die Dichte ist sehr groß, die Teams sind nicht weit auseinander. Insofern ist das sehr schwer einzuschätzen."

Die Lüneburger, die fünf Neuzugänge (Pearson Eshenko, Auke van de Kamp, Tim Stöhr, Joe Worsley und Arthur Nath) in ihrem Kader haben, nehmen in dieser Saison am europäischen CEV-Cup teil. In den vergangenen drei Jahren hatten sie trotz Qualifikation darauf verzichtet. Hübner schreckt die Mehrbelastung nicht, der Coach ist voller Vorfreude: "Das wird aufregend und macht die SVG noch attraktiver für Spieler, die dann wissen, dass man bei uns Europacup spielen kann."

Neue Arena erst im November fertig

Die Saison beginnt für die "LüneHünen" am Mittwoch (19 Uhr) mit dem Gastspiel beim Vizemeister Friedrichshafen, der im März im Best-of-Three-Halbfinalduell knapp mit jeweils 3:2 die Oberhand behalten hatte. Anschließend geht es am Sonnabend zum Meister Berlin. Überhaupt muss die SVG zunächst wohl acht Mal in Folge auswärts antreten, weil die neue 3.500 Zuschauer fassende Arena "Lüneburger Land" frühestens Anfang November fertig wird.

Neuer Modus im Volleyball

Nach der Hauptrunde, in der die neun Teams bis zum 15. Januar 2022 in Hin- und Rückrunde gegeneinander antreten, gibt es vor den Play-offs der Männer nun eine Zwischenrunde. Dabei werden zwei Gruppen gebildet. In Gruppe A spielen die vier besten Mannschaften der Hauptrunde, in Gruppe B spielen die Plätze fünf bis acht. Auch dort gibt es im Jeder-gegen-Jeden-Modus Hin- und Rückspiel.

Die Tabellenpunkte der Hauptrunde werden vor der Zwischenrunde annulliert, die Mannschaften erhalten jedoch eine Punktegutschrift von maximal neun Punkten auf Basis ihrer Hauptrundenplatzierung. Die Punktegutschriften dienen dazu, Mannschaften für ihre Hauptrundenergebnisse zu honorieren, gleichzeitig sollen sehr hohe Punkteabstände zwischen den Teams abgemildert werden, sodass auch in der Zwischenrunde noch Wechsel in den Platzierungen möglich sind.

Die acht Teams der Zwischenrunde erreichen in jedem Fall die Play-offs, in denen im gewohnten Modus der Erste gegen den Achten, der Zweite gegen den Siebten, etc. antritt. Bis auf das Finale (Best of Five) werden die Play-off-Spiele im "Best of Three"-Modus gespielt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 06.10.2021 | 23:03 Uhr

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