Weltumsegler Boris Herrmann © picture alliance/dpa/Team-Malizia.com Foto: Boris Herrmann

Vendée Globe: Herrmann Achter und bei bester Laune

Stand: 10.01.2021 17:11 Uhr

Solo-Weltumsegler Boris Herrmann hat nach der Umrundung von Kap Hoorn wieder gute Laune. Die Wetterbedingungen sind besser, sportlich läuft es für den Hamburger bei der Vendée Globe auch rund.

"Rückblickend kommt mir der Südpazifik vor wie ein dunkler, schwarzer Tunnel aus Kälte und Stress", sagte Herrmann dem NDR. Jetzt sei das Meer 20 Grad warm, da lebe es sich ganz anders: "Der Wind ist viel milder, die Böen sind nicht ganz so hart. Ich kann wieder durchatmen und das Segeln wieder genießen."

Technische Probleme behoben

Seit Kap Hoorn hat Herrmann mit seiner "Seaexplorer" zwei Plätze gutgemacht und ist Achter. "Meine Hoffnung ist, noch auf den fünften Platz zu kommen. Im Moment kann ich tatsächlich einigen Booten Meilen abnehmen." Er sei derzeit in einem kleinen "Rudel" unterwegs, in dem er "auf dem Papier das schnellste Boot" habe.

Zuvor hatte der erste deutsche Vendée-Globe-Teilnehmer mit technischen Rückschlägen zu kämpfen. Zunächst musste er ein defektes Kabel reparieren, zusätzlich zwang ihn ein Riss im Großsegel, Kap Hoorn nur unter kleinem Vorsegel und mit entsprechend weniger Bootsgeschwindigkeit zu passieren.

Die Reparatur des Segels sei ihm aber so gut gelungen, dass selbst Segelhersteller gestaunt hätten, berichtete Herrmann: "Ein Segelmacher sagte, ich könne mir in Hamburg den Gesellenbrief bei der Innung abholen - das werde ich ganz sicher machen, wenn ich im Februar wieder zurück bin."

Joschke muss aufgeben

Die Deutsch-Französin Isabelle Joschke musste derweil wegen eines Bootsschadens aufgeben. Die gebürtige Münchnerin lag als beste Frau auf Rang elf, als sie bei schwierigen Bedingungen etwa 1.100 Meilen östlich der argentinischen Küste die bittere Entscheidung treffen musste. Ein Kielschaden an ihrer Yacht "MACSF" ließ eine weitere Teilnahme nicht mehr zu, damit haben nun sieben von 33 Startern das Rennen nonstop um die Welt vorzeitig beendet.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 10.01.2021 | 11:25 Uhr

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