Stand: 31.08.2020 09:51 Uhr

US Open: Hohe Auftakthürde für "Sorgenkind" Zverev

Tennisprofi Alexander Zverev beim Aufschlag © imago images/Xinhua
Alexander Zverev steht vor einer schweren ersten Runde bei den US Open.

Heute wird es ernst für Alexander Zverev bei den US Open. Für den besten deutschen Tennisspieler aus Hamburg steht das Auftaktmatch (ab ca. 20 Uhr) bei den US Open gegen den Südafrikaner Kevin Anderson an und Zverev hat großen Respekt vor der Aufgabe. "Ich fühle mich gut. Aber es ist wahrscheinlich die schwerste erste Runde, die man als gesetzter Spieler kriegen kann", sagte der 23-Jährige vor der Partie gegen den früheren US-Open- und Wimbledon-Finalisten, der aufgrund einer Knieverletzung aus den Top 100 der Welt gerutscht ist: "Nach so einem Match weiß man genau, woran man ist."

Becker über Zverev: "Er ist unser Sorgenkind"

Boris Becker hatte kurz vor dem Beginn des Grand-Slam-Turniers in New York Bedenken bezüglich Zverev geäußert. "Er ist unser Sorgenkind", sagte Deutschlands Tennis-Legende "eurosport.de". "Die Kontrolle über seinen Aufschlag ist momentan seine große Schwäche, die er in den Griff bekommen muss." Für den dreimaligen Wimbledon-Sieger ist das vor allem ein Problem im Kopf. "Er muss daran arbeiten, dass er seine mentale Stärke wiederbekommt. Das geht leider nur über Matches und Turniere", sagte Becker, der dem Hamburger seit Jahren beratend zur Seite steht. Zverev hatte zuletzt beim von Cincinnati nach New York verlegten Masters-1000-Event gleich sein Auftaktmatch gegen den Briten Andy Murray verloren.

Kerber: "Habe keine großen Erwartungen"

Bereits vor Zverev startet Angelique Kerber ins Turnier. Die Kielerin stapelte nach rund siebenmonatiger Wettkampfpause lieber tief. "Ich habe keine großen Erwartungen, weil ich selber nicht weiß, auf welchem Level ich spielen kann", sagte die frühere Weltranglistenerste, die heute (17 Uhr) in der ersten Runde auf die Australierin Alja Tomljanovic trifft. Kerbers bislang letztes Match auf der Tour war das Achtelfinal-Aus bei den Australian Open Ende Januar. Anschließend hatte die 32-Jährige zunächst wegen einer Oberschenkelverletzung aussetzen müssen, ehe die Corona-Pandemie für eine rund fünfmonatige Zwangspause der Tennistour sorgte.

Mit Trainer Beltz zurück auf die Erfolgsspur?

"Matches sind natürlich schon eine ganz andere Sache als Training", sagte Kerber, die 2016 in Flushing Meadows den Titel gewonnen hatte, sie fühle sich aber gut vorbereitet. "Ich habe die letzten Wochen viel trainiert und hart gearbeitet. Ich freue mich jetzt, dass ich wieder Matches spielen kann", sagte die Kielerin. Mut macht die Rückkehr ihres alten Erfolgstrainers Torben Beltz, der schon beim großen Triumph in New York vor vier Jahren an Kerbers Seite war und sie seit Ende Juli wieder coacht.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 31.08.2020 | 15:25 Uhr

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