Oldenburgs Nathan Boothe (r.) kann Ulms Demitrius Conger nicht stoppen. © IMAGO / Eibner

Topspieler ohne Vertrag - Umbruch bei den Baskets Oldenburg

Stand: 28.05.2021 09:50 Uhr

Nach dem Play-off-Aus im Viertelfinale steht beim Basketball-Bundesligisten Baskets Oldenburg ein großer Umbruch an. Leistungsträger haben bereits ihren Abschied angekündigt.

Eigentlich hatten die Niedersachsen, die in der regulären Saison überzeugten, auf den großen Coup gehofft. Geschäftsführer Hermann Schüller bezeichnete die Mannschaft sogar als "Winning Team". Doch gegen die formstarken Ulmer zogen die Baskets in der "Best of Five"-Serie" mit 1:3 den Kürzeren. Nun steht eine Erneuerung des Kaders bevor. Bis auf Martin Breunig und Sebastian Herrera sowie Club-Legende Rickey Paulding laufen alle Spielerverträge bei den Niedersachsen im Sommer aus.

Schwethelm beendet seine Karriere

Definitiv nicht mehr für die Oldenburger spielen wird Philipp Schwethelm, der noch auf dem Parkett in Ulm sein Karriere-Ende verkündet hat. Nach sechs Jahren bei den Baskets zieht der 32-Jährige mit seiner norwegischen Frau nach Oslo und geht dort in die freie Wirtschaft. "Ich habe Lust, mich in einem neuen Umfeld zu beweisen", sagte er.

Schwethelm war 2015 an die Hunte gewechselt und absolvierte für die Oldenburger 222 BBL-Spiele - so viele wie kein anderer deutscher Profi in der Clubgeschichte. Mit 1.503 Punkten ist er auch der beste deutsche Scorer. Insgesamt kommt Schwethelm, der auch für Köln, Bremerhaven, München und Ulm spielte, auf 516 Liga-Einsätze. Der Distanzschütze nahm an der WM 2010 und der EM 2011 teil, sein letztes von 49 Länderspielen bestritt er 2012. "Philipp hat in den vergangenen Jahren einen großen Anteil an unserem Erfolgsweg. Wir werden ihm beim Baskets Day im September einen würdigen Abschied bereiten", sagte Schüller.

Mahalbasic deutet Abschied an

Auch Rasid Mahalbasic, Nathan Boothe, Braydon Hobbs, Phil Pressey, Keith Hornsby, Karsten Tadda und Tomislav Gabric sind ab Sommer nicht mehr an die Baskets gebunden. In Mahalbasic deutete zumindest einer der Leistungsträger seinen Abschied an. "Schade, dass die vier Jahre in Oldenburg nun so enden müssen", sagte der österreichische Top-Center, schränkte aber auch ein: "Schauen wir mal, was die Zukunft bringt." 

"Wir werden die Saison nun mit Trainer Mladen Drijencic und Sportleiter Srdjan Klaric analysieren", sagte Geschäftsführer Schüller der "Nordwest-Zeitung". Dann werde man sehen, " wie die Rahmenbedingungen für die neue Saison aussehen. Und dann werden wir Gespräche mit den Spielern führen." Das schließe auch Mahalbasic ein. Dass der seit 2017 bei den Baskets spielende Center aus Österreich definitiv den Verein verlasse, wollte der Geschäftsführer nicht bestätigen: "Ich habe gehört, was er gesagt hat. Aber auch mit ihm werden wir noch sprechen."

Saison-Planung wegen Corona erschwert

Laut Schüller gehen die Bundesligisten davon aus, in der im Herbst beginnenden neuen Saison ihre Hallen zunächst wieder zu 50 Prozent auslasten zu können. Das wären bei den Baskets bis zu 3.100 Besucher pro Spiel in der großen Arena. Dennoch sei in Gesprächen mit Sponsoren wegen der Corona-Beschränkungen noch vieles offen. "Das erschwert die Planung", sagte Schüller. Und das sei auch der Grund, warum die Gespräche mit alten oder möglichen neuen Spielern in diesem Jahr erst relativ spät stattfinden könnten. "Wir werden keine Schulden machen", erklärte der Geschäftsführer: "Wir werden nur das ausgeben, was wir auch einnehmen. Und diese Zahl müssen wir erst kennen."

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 28.05.2021 | 11:25 Uhr

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